Montag, 19. Februar 2018

Rezension: Neighbor Dearest (Standalone-Folgeband zu Stepbrother Dearest)

Neighbor Dearest von Penelope Ward, erschienen beim Goldmann Verlag, broschiert, 384 Seiten, 10€

Worum geht's?
"Chelsea dachte, sie hätte den Mann ihres Lebens gefunden. Doch Elec verlässt sie für seine Jugendliebe, und Chelsea ist am Boden zerstört. Hat sie sich seine Gefühle nur eingebildet? Erst ihr Nachbar Damien lenkt sie von ihrem Kummer ab. Denn er ist unhöflich, und seine lauten Hunde rauben ihr den Schlaf. Sie kann ihn nicht ausstehen! Leider ist er sowohl ihr Vermieter als auch der schönste Mann, den sie je gesehen hat. Sie findet ihn unwiderstehlich... Doch Damien geht aus einem guten Grund keine Beziehungen ein, und sein Geheimnis könnte Chelseas Herz erneut in tausend Teile brechen."

Warum hab ich es gelesen?
Ich habe Stepbrother Dearest, welches quasi die Vorgeschichte zu Neighbor Dearest behandelt, damals verschlungen - dementsprechend groß war meine Vorfreude auf dieses Buch!

Wie war's?
Es tut mir wirklich leid das zu sagen, aber ich bin von diesem Buch absolut enttäuscht. Die Idee an sich, Chelsea eine eigene Geschichte zu geben, fand ich eigentlich recht gelungen. Nach einem kurzen Prolog gibt es einen Zeitsprung von gut einem Jahr, wodurch man eigentlich recht frisch in  die Geschichte von Chelsea und Damien einsteigen könnte. Doch wurde ich mit Chelsea absolut nicht warm. Die gute Dame ist emotional leider noch völlig in ihrer vergangenen Beziehung gefangen und heult gefühlt auf jeder zweiten Seite. Auch Damien, ihr Nachbar, konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ja, er hat seine Gründe, warum er Chelsea immer wieder von sich stößt, aber trotzdem wirkte sein Verhalten auf mich manchmal komplett abwegig.
In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann eigentlich nur noch um Damiens Gründe (also viiiel Drama), Damiens und Chelseas gemeinsamen Kampf dagegen (viiiel Kitsch) und eine lose Aneinanderreihung völlig sinnloser Sexszenen (viiiele Wörter wie Schw. und M.).
Die Dialoge wirkten für mich teilweise sehr gestelzt und melodramatisch, so dass ich tatsächlich manchmal ganze Absätze einfach übersprungen habe. Generell fand ich die deutsche Übersetzung zum Teil grenzwertig (ich nehme es dem absolut heißen Typ von nebenan einfach nicht ab wenn er sowas sagt wie "Und was machst du mit diesen Leutchen?").
Alles in allem hatte ich also leider recht wenig Freude, dafür aber ziemlich viele Kofschüttelmomente beim Lesen. Besonders stimmig fand ich allerdings den Brief ganz zum Schluss, der quasi den Kreis der Erzählung schließt.

Was war besonders?
Bis auf Damiens großes Geheimnis reden beide Protagonisten meistens Klartext, was ihre Gefühle betrifft, was ich als sehr erfrischende Abwechslung empfand.

Reading Neighbor Dearest makes me feel like...
...da hat sich das Warten leider absolut nicht gelohnt - Neighbor Dearest kommt für mich bei Weitem nicht an den Vorgänger ran.

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Donnerstag, 15. Februar 2018

Rezension: Eat Like A Gilmore: Das inoffizielle Kochbuch für Fans der Gilmore Girls

Eat Like a Gilmore: Das inoffizielle Kochbuch für Fans der Gilmore Girls von Kristi Carlson, erschienen bei Shaker Media, Taschenbuch, 286 Seiten, 19,95€

Worum geht's?
"Die "Gilmore Girls" sind Kult. Seit der ersten Folge ist Lorelais und Rorys turbulentes Leben im wundervoll-kuriosen "Stars Hollow" ein Erfolgsrezept, von dem man nicht genug bekommen kann. Berühmt ist die wohl charmanteste Mutter-Tochter-Kombo aller Zeiten dabei - neben ihrer Liebe zu Kaffee und einem rasant hohen WPM-Wert - besonders für ihren berüchtigten, unstillbaren Appetit - und der steckt an! Viele Fans träumten schon immer davon, einmal einen Cheeseburger bei "Luke's" zu bestellen, einen Zuckerstangen-Kaffee bei "Weston's" zu trinken oder die lebensverlängernden Qualitäten von Sookies Risotto zu testen. Mit diesem Buch wird dieser Traum nun endlich Wirklichkeit!
"EAT LIKE A GILMORE" - das inoffizielle Kochbuch für Fans der "Gilmore Girls" ist nicht einfach nur ein Kochbuch, es ist ein Stück "Gilmore Girls"-Lebensqualität! In diesem Buch finden sich rund einhundert Rezepte mit tollen Bildern für Leckerbissen aus "Luke's Diner", Sookies Küche und von den Freitags-Dinnern bei Emily. Auch diverse Stadt-Spezialitäten dürfen natürlich nicht fehlen. Von Frühstück über Cocktails, Vorspeisen und Hauptgerichten bis hin zu Desserts und Kuchen wird alles abgedeckt, um zu testen, ob Ihr Stoffwechsel der Wissenschaft genauso trotzt wie der von Lorelai und Rory. Und mit den Anregungen aus dem Kaffee Kaffee Kaffee!-Extra werden Sie jeden noch so langen Tag inklusive eines ausgedehnten Serienmarathons überstehen. Die hilfreichen Küchentipps machen es einfach, sich direkt nach Stars Hollow zu essen.
Ob Sie ein Fan der ersten Stunde sind oder gerade den ersten Fuß in die Gilmore-Welt gesetzt haben - Binden Sie sich eine süße Schürze um, schalten Sie Ihre Lieblingsfolge ein, heizen Sie den Ofen vor und "EAT LIKE A GILMORE"!"

Warum hab ich es gelesen?
Ganz einfach: Gilmore Girls ist meine absolute Lieblingsserie. Und jeder, der diese Serie kennt, weiß, welch große Rolle Essen im Leben von Lorelai und Rory einnimmt. Also nichts wie her mit diesem Kochbuch und ab nach Stars Hollow!

Wie war's?
Als das Buch ankam war mein erster Eindruck: Huiuiuiui, ist das schwer! Kein Wunder bei knapp 300 Seiten kulinarischer Köstlichkeiten. Schon beim Durchblättern merkt man, dass hier wahre Serienliebhaber am Werk waren. Die einzelnen Rezepte sind in Kategorien geordnet (z.B. Burger & Sandwhiches, Cookis, Kuchen & Eiscreme etc). Zusätzlich sind sie noch den Charakteren zugeordnet, was ein wenig dem Schwierigkeitsgrad des Gerichts entspricht. So sind beispielsweise Rezepte aus Luke's Diner leichter nachzumachen bzw. von den Zutaten nicht so aufwendig wie die aus Emilys Haus oder Sookies Küche. 
Noch dazu findet man zu jedem Rezept nicht nur ein ganzseitiges Bild, sondern - so großartig - eine Erklärung, in welchem Zusammenhang das Gericht in der Serie vorkommt. Ob nun simple Pancakes, der Santa-Burger, die Schildkrötensuppe oder der Rory-Cocktail - alles ist dabei.
Natürlich habe ich auch bereits ein bisschen was ausprobiert und ich muss sagen,  dass bisher die Kürbispancakes und das Maisbrot meine absoluten Favoriten sind (allerdings befinden sich noch gefühlt 150 Klebezettel in diesem Buch).
Alles in allem kann ich nur sagen: Wenn ihr mit dem Spruch "In Omnia Paratus" was anfangen könnt, kauft euch dieses Buch!

Was war besonders?
Obwohl dieses Kochbuch geradezu vor Serienverweisen sprüht, ist es meines Erachtens nach wunderbar auch für diejenigen geeignet, denen Stars Hollow kein Begriff ist.

Reading Eat Like a Gilmore makes me feel like...
...was für eine großartige Serienhommage! Dieses Buch lässt Fanherzen definitiv höher schlagen und belegt ohne Frage Platz 1 meiner Kochbücher.


Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Samstag, 10. Februar 2018

Rezension: Mr. O - Ich darf dich nicht verführen! (Big Rock 2)

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen! von Lauren Blakely, erschienen bei Mira Taschenbuch, EBook, 304 Seiten, 8,99€

Worum geht's?
"Mein Name ist Nick Hammer. Aber nennt mich einfach Mr. O – denn ich kann jeder Frau den ersehnten Höhepunkt bescheren. Man könnte sagen, das ist meine beste Eigenschaft.
Wieso sollte ich also Nein sagen, wenn eine süße, total scharfe Frau mich bittet, ihr Nachhilfe in Liebesdingen zu geben? Das Problem: Harper Holiday ist die Schwester meines besten Freundes Spencer und damit für mich absolut tabu. Flirttipps geben: erlaubt. Flirttipps mit Harper ausprobieren: strengstens verboten. Doch je mehr Zeit wir miteinander verbringen – und je mehr schmutzige SMS wir uns schreiben – desto weniger kann ich mich zusammenreißen … "

Warum hab ich es gelesen?
Ich mag Geschichten, in denen die Protagonisten eigentlich die Finger voneinander lassen müssen, daher klang der Klappentext für mich recht interessant.

Wie war's?
Im Moment habe ich wirklich ein Händchen dafür, Bücher einer Reihe zu lesen, ohne es zu merken. Wobei Mr. O noch einen drauf setzt, da ich den ersten Band Big Rock - Sieben Tage gehörst du mir tatsächlich gelesen, die beiden Bücher aber nicht in Verbindung miteinander gebracht habe. Lange Rede kurzer Sinn: Ihr könnt die beiden Bücher wunderbar unabhängig voneinander lesen.
In Mr. O geht es nun um Spencers Schwester Harper und Nick Hammer (kein Scherz!), seinen besten Freund. Wieder ist die Geschichte komplett aus der Sicht des männlichen Protagonisten geschrieben, was ich in diesem Genre für eine absolut gelungene Abwechslung halte. Auch der Schreibstil konnte mich wieder überzeugen: Locker, flüssig und sehr humorvoll. Vor allem die kleinen Wortspielchen zwischen Harper und Nick mochte ich sehr gerne.
Der Klappentext lies mich nun die geballte Ladung Erotik erwarten, aber naja... Definitiv gab es da eins, zwei Szenen, in denen ich die Funken zwischen den beiden wirklich spüren konnte, aber der Rest war dann doch eher der gängige Einheitsbrei ohne besondere Überraschungen.
Insgesamt ist dieses Buch seinem Vorgänger sehr ähnlich: Angenehme Unterhaltung, aber wirklich in die Tiefe (Wortspiel nicht beabsichtigt!) geht es nicht.

Was war besonders?
Die Berufe der beiden waren mal etwas ausgefallenes: Statt Rockstar und Millionär Comiczeichner und Magierin - herrlich unverbraucht.

Reading Mr. O - Ich darf dich nicht verführen! makes me feel like...
...nette, lockerleichte Unterhaltung für zwischendurch - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mit herzlichem Dank an Netgallery.de und dem Verlag für das Rezensionsexemplar

Montag, 5. Februar 2018

Rezension: Crushed - Verborgene Berührung (Crushed 4)

Crushed - Verborgene Berührung von Nashoda Rose, erschienen bei Lyx.Digtal, EBook,  352 Seiten, 6,99€

Worum geht's?
"Elf Jahre ist es her, dass Savannah Grady Kite Kane das letzte Mal gesehen hatte. Damals in der High-School hielt man sich besser fern von Kite. Er war Furcht einflößend, aggressiv, ein Kämpfer. Und er tat alles, damit ihm niemand zu nahe kam. Savvy ging ihm aus dem Weg, mied seinen durchdringenden Blick. Bis auf einen einzigen Moment, einen einzigen Kuss, der ihr den Atem raubte und sie in die Hölle blicken ließ. Denn Kite schwor ihr, wenn sie ihn noch einmal berührte, würde er sie niemals wieder gehen lassen. Doch das ist lange her und auf der Suche nach einem Job ist Savvy sich sicher, dass Kite, der weltberühmte Rockstar, sie längst vergessen hat. Bis sie merkt, dass es zu spät ist und er sich an sie erinnert ..."

Warum hab ich es gelesen?
Nun ja... im Klappentext war von einem Rockstar die Rede - das reicht aktuell ja bereits um mein Interesse zu wecken. Vielen Dank, Jamie Shaw!

Wie war's?
Erstmal muss ich gestehen: Es ist mir schon wieder passiert. Crushed - Verborgene Berührung ist der bereits vierte Teil einer Reihe, was mir allerdings erst nach der Hälfte des Buches bewusst wurde. Ich hatte keine Probleme damit, allerdings lernt man natürlich schon einiges über die Pärchen und deren Hintergründe der vorangegangenen Teile.
Also rückwirkend betrachtet ist dieses Buch eigentlich so gar nichts für mich. Viel zu viel Drama, viel zu viel Vergangenheit, und auch, wenn ich in diesem Genre gerne ein Auge zudrücke: Viel zu viel absolut unrealistische Begebenheiten und Zusammenhänge. Aber was soll ich sagen? Das Lesen hat mir trotzdem Spaß gemacht. Aber der Reihe nach:
Killian, genannt Kite, und Savvy haben es beide nicht gerade einfach. Obwohl sie in der Highschool nicht wirklich was miteinander zu tun haben, erleben sie einen glücklichen Moment - aber eben nur kurz. Nach elf Jahren begegnen sie sich nun also wieder und müssen erneut zueinander finden.
Beide Protagonisten mochte ich eigentlich sehr gerne. Ich konnte mich in beide, trotz ihren wirklich zum Teil recht abstrusen Hintergründen gut einfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Naja, zumindest zum Großteil, denn was mir so gar nicht getaugt hat, war die quasi nach dreiviertel des Buches plötzlich thematisierte BDSM-Neigung Killians. Seriously, musste das noch sein? Nur weil der Kerl absolut vieles durchlebt hat, was jedem Soapfigur-Lebenslauf Konkurrenz macht, heißt das noch lange nicht, dass er zwingend darauf stehen muss. Noch dazu wurde es dann in den heißeren Szenen nicht mal wirklich 'ausgereizt'. Diese ganze Geschichte wirkte auf mich leider ein wenig halbgar und nicht so wirklich durchdacht wie der Rest.
Was mich hingegen wirklich überrascht hat war die Tiefe, die beide Charaktere gewannen. Die Autorin hat sich am Anfang Zeit gelassen, eine Basis für die Beziehung der beiden zu schaffen, bevor der Zeitsprung erfolgt.

Was war besonders?
Wie gesagt: Trotz einiger No-Gos fühlte sich diese Geschichte für mich rund an.

Reading Crushed - Verborgene Berührung makes me feel like...
Weniger wäre für mich zwar mehr gewesen, doch trotzdem hatte ich einige interessante Lesestunden mit Kite und Savvy. Für alle die nichts gegen eine geballte Dosis Drama haben zu empfehlen!


Mit herzlichem Dank an Netgallery.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Montag, 29. Januar 2018

Rezension: Rock My World - Unbreak my Heart (Rock My World 3)

Rock My World - Unbreak My Heart von Christine Thomas, erschienen bei Heartbeat Books, Taschenbuch, 
346 Seiten, 9,98€

Worum geht's?
"Drake ist ein Footballstar. Jasmin schreibt Songs. Er hat Groupies. Sie einen Stalker. Zusammen sind sie stark, doch nun sind sie getrennt.
Jasmin steht ein stürmisches Jahr bevor. Ihre Mutter dreht einen Film in Vancouver, ihr Stiefvater ist fast nie zuhause und Drake packt fürs College an der Ostküste – was bedeutet, dass sie mit seinem Bruder Nash allein in L.A. ist. Der einzige Lichtblick ist ihr bester Freund Leon, der von Berlin in die Staaten jettet, um den Sommer mit Jasmin zu verbringen. Ihre Beziehung mit Drake wird jedoch nicht nur durch die Trennung auf eine harte Probe gestellt. An seinem College avanciert er in Rekordzeit zum Footballstar und hat eine Horde Kreischfans, die mehr als nur ein Autogramm von ihm wollen. Jasmins größtes Problem sind aber nicht Drakes Groupies. Ihr Stalker ist ihr von Berlin nach Los Angeles gefolgt und hat noch eine Rechnung mit ihr offen. Als der Showdown mit ihm anders als geplant läuft, ist sich Jasmin nicht mehr sicher, ob es für sie und Drake ein Happy End geben wird."

Warum hab ich es gelesen?
Lange mussten wir auf diesen finalen Band der Reihe warten, jetzt endlich ist es soweit: Wie wird es mit Jasmin und Drake weitergehen?

Wie war's?
Die Rock My World-Reihe ist eine ganz besondere New Adult Reihe in meinem Regal, denn eigentlich trifft sie mit ihren recht dramatischen Ereignissen rund um Protagonistin Jasmin nicht wirklich meinen Geschmack (das Wort 'Stalker' im Klappentext lässt mich ein Buch sonst eigentlich sofort wieder weg legen). Nichtsdestotrotz ist es Jasmin "Jazz" Winter und natürlich vor allem Autorin Christine Thomas  damals mit dem ersten Band Ein heißer Sommer gelungen, mich restlos zu begeistern.
Nach langer Wartezeit konnte ich nun also endlich den Abschluss der Reihe lesen. Und an dieser Stelle muss ich einfach nochmal festhalten, wie verdammt großartig dieses Cover geworden ist! Es drückt so viel Power und Stärke aus, Protagonistin Jazz ist hiermit für mich perfekt getroffen. Auf Amazon ist dieses Buch als 'Standalone' deklariert, welches ohne Vorkenntnisse gelesen kann. Stimmt auch, aber irgendwie versaut man sich dann doch einiges, da man weder Jazz' Entwicklung beobachten noch eine Beziehung zu den doch recht zahlreichen Figuren aufbauen kann. Daher meine Empfehlung: Fangt doch bitte mit Teil 1 an.
Apropos Figuren: Reden wir doch mal über Nash. Nash ist Jasmins Stiefbruder und mein absoluter Star dieses Buches. Über seine Sprüche und Aktionen kann man nur schmunzeln, an ihm hatte ich wirklich viel Freude. Das Herz am rechten Fleck, wird er in diesem Band zu einer wichtigen Bezugsperson für Jasmin, die es natürlich mal wieder alles andere als leicht hat.
Leider konnte mich die Handlung inhaltlich nicht vollkommen überzeugen. Es war zwar schön zu sehen, was aus allen wird und wie die Geschichte rund um den Stalker ausgeht, aber irgendwie plätscherte alles nur so dahin. Das Jasmin Drake so wahnsinnig vermisst, war mir persönlich als Storyline irgendwie zu wenig. Natürlich gibt es hier und da überraschende Ereignisse (ich habe mich z.B. sehr darüber gefreut, dass Leon in diesem Band mehr integriert ist), aber alles in allem lässt sich die eigentliche Handlung schnell zusammenfassen. Trotzdem hatte ich Freude am Lesen und auch der Schreibstil war, samt der neuen enthaltenen Songtexte von Jazz, wieder sehr flüssig und angenehm.

Was war besonders?
Christine Thomas ist für mich eine der wenigen Autorinnen der es gelingt, trotz z.T. doch recht abstruser Entwicklungen und Geschehnisse ihre Figuren absolut echt und realistisch wirken zu lassen. Wenn man sich mal vor Augen hält, was Jazz alles in den drei Bänden erlebt - Tod des Bruders, Betrug ihres Freundes und ihrer besten Freundin, Umzug nach Amerika, Trennung von ihrer Vaterfigur und ihres besten Freundes, neue Schule, neue Sitten, neuer, millionenschwerer Freund ihrer Mutter... - und wir reden hier nur vom Beginn von Band 1 - überzeugt mich diese Figur mit ihrem Handeln und ihren Ängsten trotzdem wie kaum eine zweite. Hut ab, Miss Thomas!

Reading Rock My World - Unbreak my Heart makes me feel like...
...schönes, jedoch recht ereignisloses Ende rund um die starke Protagonistin Jazz. Sie wird mir fehlen!

Mit herzlichem Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 24. Januar 2018

Inside: Autorenlesung mit Linus Geschke

Bei der Reihe rund um den Reporter Jan Römer, der mit seiner Kollegin Mütze für die Rubrik "Ungelöste Kriminalfälle" recherchiert, handelt es sich definitiv um meine liebste deutsche Krimireihe. Erst vor einer Woche erschien der mittlerweile dritte Band, Das Lied der toten Mädchen.
Am Freitag, den 19.1.2018, machte ich mich am frühen Abend durchs schneebedeckte Sauerland auf den Weg nach Schmallenberg. Mein Ziel: Die Tom Astor Musikschule, wo an diesem Abend eine Lesung mit dem Autor Linus Geschke stattfinden sollte. Eine Lesung in einer Musikschule? Ja, richtig gehört. Wie sich später herausstellte, hatte dies einen besonderen Grund: Denn niemand anderem als der Inhaberin der Musikschule ist es zu verdanken, dass Jan Römers dritter Fall in Schmallenberg und Umgebung spielt.
Für die Lesung wurde also ein Proberaum hergerichtet, was an sich schon einen ganz eigenen Charme ausmachte. Schnell füllten sich die bunt durcheinandergewürfelten Stühle und sogar die Fensterbank musste als Sitzplatz herhalten. Auch Linus Geschke freute sich sichtlich über das große Interesse ("Eine Lesung in einer Musikschule? Ich dachte schon dass wir hier mit vier Leuten sitzen würden!").
Den gesamten Abend durchzog eine unfassbar gemütliche Stimmung. Neben den Leseabschnitten gab der Autor einige interessante Einblicke in den Schreibprozess, z.B., wie man geschickt einen Mörder versteckt, an den sich später aber doch eben jeder Leser erinnern kann. Auf die Frage, wie er denn zu den Namen seiner Charaktere kommt, lautete die Antwort: "Im Prinzip finden sie fast alle Namen in der Aufstellung des 1. FC Köln."
Ein besonderes Highlight war die musikalische Untermalung von Christoph Eversberg, der z.B. die Melodie von "Hush little Baby" zum Besten gab, welches eine besondere Rolle im Buch spielt.
Am Ende des Abends stand der Autor noch Rede und Antwort für alle offenen Fragen, signierte Bücher und gab sogar noch einen Ausblick auf seine kommenden Projekte. Linus Geschke ist einfach ein unfassbar sympathischer Kerl, der noch dazu wirklich gute Krimis schreibt. Wenn ihr die Chance habt, ihn irgendwo live zu erleben, lasst es euch nicht entgehen! 
Psst...weitere Lesungstermine findet ihr hier!

Sonntag, 21. Januar 2018

Rezension: Das Buch der Schurken: Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur

Das Buch der Schurken: Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur von Martin Thomas Pesl, erschienen im btb Verlag, Taschenbuch, 256 Seiten, 12€

Worum geht's?
"Was wäre die Welt ohne Schurken? Unfassbar langweilig: Sherlock Holmes ohne Moriarty, Paris ohne Fantômas oder gar das Monster ohne Frankenstein? Im Herrn der Ringe würde vermutlich ununterbrochen gepicknickt, Alice würde den lieben langen Tag nur durchs Wunderland hopsen und Hannibal Lecter an Sojawürstchen knabbern. Schurken machen das Leben erst spannend, das unserer Helden und natürlich auch unseres. Martin Thomas Pesl hat die 100 genialsten und coolsten Bösewichte der Weltliteratur zur verschmitzten Schurkenparade versammelt. Mit Illustrationen und Schurkenskala."

Warum hab ich es gelesen?
Bei diesem Buch hat mich ehrlich gesagt vor allem das Cover angezogen. Die schlichte, aber durchaus passende, stilvolle und doch humoristische Gestaltung haben mir sofort sehr gefallen.

Wie war's?
Als das Buch ankam, war meine bessere Hälfte derart begeistert von Cover und Idee des Buches, dass wir die nächste Stunde erst einmal damit zubrachten, uns gegenseitig zu testen, ob wir den Bösewichten die literarischen Vorlage zuordnen können. Leider muss ich sagen, dass wir nur eine recht geringen Trefferquote aufweisen konnten (die Liste ist wirklich ziemlich umfassend!), aber das tat unserem Spaß keinen Abbruch.
Nach unserer kleinen Wer-kennt-mehr-Bösewichte-Challenge konnte ich mir diese recht ungewöhnliche Sammlung einmal näher ansehen. Die Aufmachung ist übersichtlich und äußerst gelungen gestaltet. Die Schurken sind in so herrliche Kategorien wie "Die Gierigen", "Die Könige des Verbrechens" oder "Die fatalen Frauen" eingeteilt.
Jeder Bösewicht nimmt eine Doppelseite ein, wobei immer eine kleine Zeichnung sowie ein Zitat fester Bestandteil sind. Dazu gibt es einen kurzen, fast schon lexikonartigen Text, in welchem der Bösewicht und seine Eigenarten vorgestellt werden. Zuletzt findet sich immer noch ein kleiner, auf die betreffende Figur zugeschnittener Steckbrief.
Dies ist kein Buch, welches man von vorne nach hinten durchliest. Es handelt sich hierbei um eine gut recherchierte Sammlung, durch die man bei Gelegenheit einfach nach Lust und Laune durchstöbern kann. Beim Durchblättern bin ich auch schon auf Schurken gestoßen, die ich nun näher kennenlernen möchte - schließlich muss ich ja für die nächste Challenge gewappnet sein!

Was war besonders?
Auch wenn es gerne mal übersprungen wird: Ich fand das Vorwort ganz grandios. Martin Thomas Pesl erklärt, wie es zu diesem Buch gekommen ist und gibt doch recht humorvoll einen kurzen Abriss der literarischen Schurkengeschichte wieder.

Reading Das Buch der Schurken makes me feel like...
Eine herrliche Sammlung literarischer Bösewichte - ich hatte viel Spaß auf der dunklen Seite!

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar