Samstag, 16. Dezember 2017

Rezension: Der Lese Organizer von Abenteuerlabor

Lese Organizer von Abenteuerlabor, 80 Seiten, erhältlich in ihrem Shop, 14€ 

Worum geht's?
"-"Dieses eine Buch, das ich im Sommer gelesen habe, wie hieß das nochmal?"
"Letztens habe ich einen Bericht über einen neuen Roman gelesen, wie war nochmal der Titel?"
"Wie viele Bücher habe ich dieses Jahr gelesen?"
"Wie viel Geld habe ich letztes Jahr für Bücher ausgegeben?"
"Wie heißt nochmal das Buch, das ich nicht zu Ende gelesen habe?"
"Welches Buch war mein Favorit im Jahr 2017?"
"Aus welchem Verlag habe ich die meisten Bücher gelesen?"

Diese Fragen könnt ihr ohne Probleme beantworten, wenn ihr den Lese-Organizer zur Hand habt.
Er hat die Größe A5, Platz für 80 Bücher, passt in jede Handtasche und wird so ein täglicher Begleiter für Leseratten und Bücherwürmer.
Auch für Buchblogger der optimale Organisations- Profi! Ihr könnt Euch zu jedem Buch während es Lesens Notizen machen, die für Eure Rezensionen interessant sind."

Warum hab ich es gelesen?
Keine Frage: Als Bücherliebhaber und Buchblogger möchte und muss ich meine Gedanken zu einer Geschichte festhalten. Gerade die Eindrücke, die man gleich während dem Lesen gewinnt, helfen mir beim Schreiben meiner Rezensionen - vor allem wenn mal ein wenig Zeit dazwischen liegt. Nun habe ich zwar mein kleines schlaues Büchlein, in dem ich mir alles notiere, aber ehrlich gesagt herrscht darin ein ganz schönes Chaos. Erster Vorsatz fürs neue Jahr: Organisierter werden. Vielleicht ist der Lese Organizer von Abenteuerlabor ja eine Hilfe?

Wie war's?
Als Bloggerin und Bücherwurm weiß Tina, was uns Leseratten in einem Leseorganizer wichtig ist. So findet ihr auf einer Seite neben den üblichen Zeilen für Titel, Autor, Genre, Verlag, Preis und Seitenzahl auch Ankreuzmöglichkeiten, ob es sich um ein EBook oder eine Printausgabe handelt. Neben der Möglichkeit, Notizen zu verfassen und das gelesene Buch gleich mit bis zu fünf Sternen zu bewerten, fand ich es einfach nur großartig, dass man angeben kann, ob das Buch zu Ende gelesen wurde. So kann man nicht nur abgebrochene Bücher festhalten, auch Gedanken zu Büchern, die man nicht direkt in einem Rutsch liest, gehen so nicht verloren. Am Ende der Seite kann man noch kurz die Anzahl der Bücher eintragen.
Der Lese Organizer kommt im praktischen Handtaschenformat DinA5 daher und ist definitiv ein Leichtgewicht. Statt der Ringbindung würde ich mich sehr über eine Hardcovervariante freuen, um die Lebenserwartung meines Organizers noch etwas zu erhöhen.
Nichtsdestotrotz erfüllt er seinen Zweck und hilft - egal ob Bücherwurm oder Blogger - , die persönliche Leseliste zu strukturieren. Ich finde die Aussicht schön, den Organizer als Lesetagebuch 2018 nutzen zu können und somit immer alles griffbereit zu haben.

Was war besonders?
Man merkt einfach, dass dieser Lese Organizer von einem Bücherwurm gestaltet wurde - für mich sind alle wichtigen DInge enthalten.

Using Abenteurlabors Lese Organizer makes me feel like...
...wesentlich sortierter und strukturierter! Egal ob Blogger oder nicht, diese Art des Lesetagebuchs gefällt mir. Bleibt nur abzuwarten, ob die 80 Seiten für mein Lesejahr 2018 ausreichen 😏

Mit herzlichem Dank an Tina für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Rezension: Die Hirschjagd: Eine E-Only-Kurzgeschichte - Weihnachten für Frey und McGray (Frey und McGray 1,5)

Die Hirschjagd von Oscar de Muriel, erschienen im Goldmann Verlag, EBook, 21 Seiten, 0

Worum geht's?
"Weihnachten 1888. Nach einer aufreibenden Zeit in Edinburgh ist Ian Frey froh, die Feiertage auf dem englischen Landgut seiner vornehmen Familie zu verbringen. Besinnliche, friedvolle Abende mit Brandy am Kaminfeuer, köstliche Speisen und die traditionelle Hirschjagd erwarten ihn. Doch dann taucht ein ungebetener Gast in Gloucestershire auf …"

Warum hab ich es gelesen?
Teil 1, Die Schatten von Edinburgh, ist schlichtweg mein Krimilesehighlight des Jahres 2017. Da ich schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte, habe ich mich natürlich bereits sehr auf dieses kleine Appetithäppchen in Form einer Kurzgeschichte gefreut.

Wie war's?
Hach, ich es war sehr schön Ian Frey wiederzusehen. Die Geschichte schließt genau am Ende des ersten Bandes an und behandelt inhaltlich das Weihnachtsfest der Familie Frey, die, wie wir bereits wissen, ein nicht gerade harmonisches Verhältnis pflegt.
Eben diese familiären Auseinandersetzungen bilden das Kernthema der Kurzgeschichte. Es gibt keinen Krimi, keinen Fall, und, sehr zu meinem Leidwesen, auch keinen McGray. Nichtsdestotrotz hatte ich große Freude beim Lesen. Es ist eine herrliche Überleitung zu Band 2, die einige Dinge thematisiert, die in einem Krimi dann doch nicht unbedingt ihren Platz hätten bzw. vermutlich die Luft rausnehmen würden. Und neben den Konflikten kommt noch dazu ein wenig viktorianische Weihnachtsstimmung auf.

Was war besonders?
Neben der herrlich gemütlichen Stimmung, die diese Geschichte verbreitet hat, habe ich mich natürlich sehr über die exklusive Leseprobe aus Der Fluch von Pendle Hill, dem zweiten Fall für Frey und McGray gefreut.

Reading Die Hirschjagd makes me feel like...
Weihnachten mit den Freys, alles schön und gut. Jetzt wird es aber wirklich Zeit für den nächsten Fall: Am 15. Januar 2018 erscheint Der Fluch von Pendle Hill - endlich!

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Passende Bücher zur Jahreszeit?

Im Herbst erwacht ja immer meine Krimilaune. Wenn es draußen so richtig stürmt und ungemütlich wird, macht das Einkuscheln im warmen, von Kerzen erleuchteten Zimmer doch noch viel mehr Freude. Und dann noch eine herrlich spannende Schauergeschichte? Hach, großartig!
Der Winter bietet darüber hinaus noch die Vorweihnachtszeit, in der man sich mit passenden Büchern erst so richtig austoben kann. Ich persönlich lese diese Bücher sehr gerne. Generell finde ich es schwierig, mich im Sommer am Strand in eine Geschichte einzufühlen, die bei Eis und Schnee spielt oder von Mistelzweigen und Christbaumkugeln erzählt. Daher habe ich in meinem Bücherregal gekramt um euch hier eine kleine Auswahl von passenden Winter/Weihnachtsbüchern zu zeigen.
 
Totenstille Nacht - Ein krimineller Adventskalender von Jan Costin Wagner
336 Seiten, 8,99€

  
"Und dann sind alle Lichtlein aus.
24 Tage bis Heiligabend – 24 Tage voller Seligkeit! Wirklich? Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, wenn gute Freunde nach dem dritten Glühwein ihr wahres Gesicht zeigen oder die liebe Verwandtschaft zu Hause einfällt, werden mitunter Mordgedanken wach. Und nicht immer bleibt es beim Gedanken: Für manch einen endet die Nacht tatsächlich totenstill."


Mord zur Bescherung von Jean G. Goodhint

347 Seiten, 8,99€

Mord auf dem Wunschzettel?
Wenige Tage vor Weihnachten wird der Besitzer eines kleinen Verlags tot aufgefunden, erstochen mit dem eigenen Brieföffner. Zur großen Weihnachtsparty, die er für seine Angestellten in Honeys Hotel ausrichten ließ, ist er schon nicht mehr erschienen. Aber wer hatte ein Motiv, den eigenbrötlerischen Verleger zu töten?
Ausgerechnet mitten in den Vorbereitungen für die Feiertage müssen Honey Driver und Chief Inspector Steve Doherty nun ermitteln.


Die Hirschjagd - Eine E-Online Kurzgeschichte für Frey und McGray von Oscar de Muriel
21 Seiten, 0€

Weihnachten 1888. Nach einer aufreibenden Zeit in Edinburgh ist Ian Frey froh, die Feiertage auf dem englischen Landgut seiner vornehmen Familie zu verbringen. Besinnliche, friedvolle Abende mit Brandy am Kaminfeuer, köstliche Speisen und die traditionelle Hirschjagd erwarten ihn. Doch dann taucht ein ungebetener Gast in Gloucestershire auf …








Echo einer Winternacht  von Val McDermid
554 Seiten, 10,99€

Eine eisige Winternacht, 1978. In dem schottischen Universitätsstädtchen St. Andrews machen Alex Gilbey und seine Freunde auf dem alten keltischen Friedhof eine grausige Entdeckung: den blutüberströmten Körper der jungen Rosie Duff. Jede Hilfe kommt zu spät. Auch wenn die Polizei ihnen nichts nachweisen kann, geraten die Studenten unter Verdacht. Fünfundzwanzig Jahre später rollt die Polizei ungelöste Mordfälle wieder auf. Auch den Mord an Rosie. Und es scheint jemanden zu geben, der seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit hat: Einer der vier Freunde von damals kommt auf mysteriöse Weise ums Leben, kurz darauf ein zweiter. Alex Gilbey muss herausfinden, wer es auf das Quartett abgesehen hat, bevor er selbst das nächste Opfer wird. Ein Alptraum nimmt seinen Lauf 

Der Winter erwacht von C.L.Wilson
384 Seiten, 10€

"Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird."







Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension: Die große Sherlock-Holmes-Edition

Die große Sherlock-Holmes-Edition von Sir Arthur Conan Doyle, gelesen von Oliver Kalkofe, erschienen beim Hörverlag,  
2 mp3CDs, Laufzeit ca 22h

Worum geht's?
"Vom "Skandal in Böhmen" bis zum "Letzten Problem", dem spektakulären Sturz des Meisterdetektivs in den Schweizer Reichenbachfällen: Hier sind alle Sherlock-Holmes-Stories aus Conan Doyles Abenteuern und den Memoiren in einer Edition versammelt. Ungekürzt, in hochgelobten Übersetzungen und vor allem in der kriminalistisch-meisterlichen Interpretation von Oliver Kalkofe.
Die Edition enthält: "Ein Skandal in Böhmen", "Die Liga der Rotschöpfe", "Eine Frage der Identität", "Das Rätsel von Boscombe Valley", "Die fünf Orangenkerne", "Der Mann mit der entstellten Lippe", "Der blaue Karfunkel", "Das gesprenkelte Band", "Der Daumen des Ingenieurs", "Der adlige Junggeselle", "Die Beryll-Krone", "Die Blutbuchen", "Silberstern", "Das gelbe Gesicht", "Der Angestellte des Börsenmaklers", "Die ‚Gloria Scott‘", "Das Musgrave-Ritual", "Die Junker von Reigate", "Der Verwachsene", "Der niedergelassene Patient", "Der griechische Dolmetscher", "Der Flottenvertrag", "Das letzte Problem".
Gelesen von Oliver Kalkofe. Zu hören ist außerdem ein zehnminütiges Interview mit Sir Arthur Conan Doyle aus dem Jahr 1928, in dem er von Sherlock Holmes sowie von seiner Begeisterung für den Spiritismus spricht.
Außerdem enthält das umfangreiche Booklet einen bisher kaum bekannten Essay des Autors Conan Doyle über Sherlock Holmes, ein Interview mit dem Sprecher Oliver Kalkofe sowie ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung."

Warum hab ich es gehört?
Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan von Sherlock Holmes und Geschichten, die im viktorianischen Zeitalter spielen. Natürlich besitze ich die Sherlock Holmes Erzählungen bereits in allen erdenklichen Formen, Variationen und Adaptionen, aber ich werde sie einfach nicht leid. Wie auch? Nun war ich also gespannt, wie Oliver Kalkofe dem berühmten Meisterdetektiv Leben einhaucht.

Wie war's?
Ich besitze zwar diverse Hörspielversionen der einzelnen Geschichten, aber dies ist tatsächlich die erste Lesung von Sherlock Holmes in meinem Regal. Trotz der "Einstimmigkeit" behält der Stoff aber für mich definitiv seinen Charme und Unterhaltungswert. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine Komplettbox aller Fälle, aber definitiv um eine umfassende Sammlung aller 23 Kurzgeschichten aus den Sammelbänden „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ sowie „Die Memoiren des Sherlock Holmes“. Darunter befinden sich auch zwei meiner liebsten Fälle, "Das Musgrave-Ritual" und aktuell passend zur Jahreszeit "Der blaue Karfunkel".
Trotzdem ich alle Fälle bereits vorher kannte hatte ich sehr viel Freude an deren Lesungen. Ich hatte vorweg ein wenig die Befürchtung, Oliver Kalkofe würde nicht so gut passen bzw. Watson zu albern wirken lassen, aber dies war völlig unbegründet. Er spricht ruhig, in einem angemessenen Tempo und mit geradezu liebevoller Begeisterung. Bei Szenen, an denen mehrere Personen beteiligt sind, wird das Zuhören und Verstehen von Kalkofe durch verschiedene Stimmnuancen erleichtert.
Die einzelnen Fälle kommen ohne musikalische Untermalung oder sonstige Hintergrundgeräusche daher und haben eine maximale Dauer von ca. 1,5 Stunden, wodurch man sie auch ganz herrlich während der Autofahrt oder in der Badewanne genießen kann.

Was war besonders?
In dem ca 50-seitigen Booklet finden sich neben den oben genannten Interviews auch einzelne, informative Anmerkungen zu jedem Fall. Dort werden Personen aufgelistet und auch Anspielungen oder bestimmte ältere, heute nicht mehr so geläufige Begriffe erklärt.

Listening to Die große Sherlock-Holmes-Edition makes me feel like...
...kurzweilige, klassische Unterhaltung, bei der man es sich sehr gerne mit Tee und Keksen gemütlich macht!  

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 28. November 2017

Rezension: Wir Kinder der Neunziger - Alles, was wir damals liebten (und was uns heute peinlich ist)

Wir Kinder der Neunziger von Johannes Engelke, Karin Weber, Maren Ziegler und Jacob Thomas, erschienen im Goldmann Verlag, broschiert, 196 Seiten, 12 €

Worum geht's?
"Wisst Ihr noch damals in den Neunzigern? Als wir Bravo Hits auf dem Discman hörten und die ersten SMS mit dem Nokia 3210 verschickten? Raider hieß plötzlich Twix (sonst änderte sich nichts) und Bum Bum-Eis durfte an keinem Kiosk fehlen. Als Mädchen trugen wir Tattooketten, Miss Sixty-Jeans und Buffalos, Jungs griffen zu Baggy Pants, G-Shock und Nike Airs. Wir waren neugierig, konsumfreudig und unbeschwert, und die Zeit verging irgendwie langsamer. Jetzt sind die Neunziger zurück! Von Arschgeweih bis Zackenhaarband sind in diesem Buch 99 Dinge versammelt, die uns damals begeistert oder auch genervt haben. Für alle, die Sätze wie „Geh aus dem Internet, ich will telefonieren“ noch im Ohr haben und gerne in Erinnerungen schwelgen."

Warum hab ich es gelesen?
Genau genommen bin ich zwar ein Kind der Achtziger, aber dementsprechend in den Neunzigern groß geworden. Schon beim Klappentext musste ich ordentlich schmunzeln und konnte es kaum erwarten, mich an weiteren beispielhaften Dingen dieses besonderen Jahrzehnts zu erfreuen.

Wie war's?
Erstmal vorweg: Dieses Buch ist keines, das man am Stück durchliest. Es ist vielmehr eine Aufzählung von 99 Dingen, die in den 90ern besondere Bedeutung hatten. Dabei umfasst jeder Abschnitt eine Doppelseite und kommt neben einer humorvollen Erläuterung mit einem passenden, zum Teil ganzseitigen Bild daher. Unter einem Oberbegriff verstecken sich dann noch so allerhand Anspielungen, die einem Kind der 90er mehr als einmal ein "Oh ja, daran kann ich mich erinnern!" oder ein "Stimmt, das hatte ich auch!" entlocken werden. Zum Schluss gibt es noch ein Quellen- und Stichwortverzeichnis, um den schnellen Zugriff zu ermöglichen.
Meine bessere Hälfte und ich hatten große Freude daran, durch dieses Büchlein zu blättern und in Erinnerungen zu schwelgen. Viele Dinge fallen einem selbst natürlich auch sofort ein, aber es gibt auch so einige, die man fast vergessen hatte. Hach, da fühlt man sich gleichzeitig wieder jung und steinalt. 

Was war besonders?
Mal ganz abgesehen vom inhaltlichen gefiel mir die Aufmachung des Covers unglaublich gut und wirkt thematisch passend.

Reading Wir Kinder der Neunziger makes me feel like...
...eine schöne Zeitreise für alle, die diese Zeit miterlebt haben. Auch super als Geschenk geeignet!

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Freitag, 24. November 2017

Rezension: Bossmann

Bossman von Vi Keeland, erschienen bei Goldmann, broschiert, 384 Seiten, 12€

Worum geht's?
"Reese, jung, hübsch, ehrgeizig, durchlebt gerade das schlimmste Date ihres Lebens, als sie ihn zum ersten Mal sieht: Chase Parker. Immer wieder wandert ihr Blick zu dem unglaublich attraktiven Mann am anderen Ende des Restaurants. Plötzlich steht dieser auf, setzt sich an Reeses Tisch und tut so, als wären sie alte Freunde. Chase Parker rettet nicht nur ihren Abend, sondern bringt sie auch völlig durcheinander. Und als sie einige Wochen später ihren Traumjob anfängt, ist der CEO der Firma kein anderer als der Unbekannte aus dem Restaurant, den sie nicht vergessen konnte ..."

Warum hab ich es gelesen?
Die Aufmachung des Covers mit seinem schwarz-weißen Bild und der pinken Schrift hat mir sehr gut gefallen. Außerdem wurde es nach meinem Buch-Rockstar-Hangover dringend mal Zeit für etwas Abwechslung - Zeit, CEO Chase Parker kennenzulernen!

Wie war's?
Bossman hat mich mit ziemlich gemischten Gefühlen zurück gelassen und auch das Schreiben dieser Rezension ist irgendwie schwieriger als sonst. Doch der Reihe nach: Reese lernt durch Zufall den attraktiven Chase und bekommt diesen gutaussehenden, sexy Kerl einfach nicht mehr aus dem Kopf. Kurz darauf fängt sie auch schon in seiner Firma an - doch sie hat sich geschworen, niemals nie wieder etwas mit einem Kollegen - geschweige denn ihrem Boss - anzufangen.
Im Prinzip ist das die große Bredouille, in der sich Reese befindet - und leider auch meine. Denn bei aller Mühe, die sich die Autorin damit gibt, Reese's Problem zu begründen, ich konnte es leider zu keinem Zeitpunkt Ernst nehmen. Da will sie sich unbedingt aufgrund der starken Anziehungskraft von ihm fernhalten, stimmt aber trotzdem zu, zweimal die Woche mit ihm Essen zu gehen. Oder bleibt mit Absicht länger im Büro, um ihn zu treffen. Oder, oder...
Chase ist an sich ein cooler Typ, aber auch ganz anders, als die "Bossman" sonst in diesem Genre. Keine Spur von Dominanz oder Machtgehabe, er ist (Achtung, Wortspiel!) eben ein Boss zum Anfassen. Um seinen Hintergrund näher zu beleuchten, erzählt die Autorin auch aus seiner Sicht, allerdings mit einem Zeitsprung von vor sieben Jahren.
Insgesamt fiel es mir schwer, in irgendeiner Form die Funken zwischen den beiden zu fühlen. Potenziell interessante Szenen wurden nur angerissen, aber dann doch übergangen, und irgendwie hat für mich das zündende Element gefehlt.
Sehr positiv wird mir allerdings der lockere und zum Teil sehr humorvolle Schreibstil der Autorin im Gedächtnis bleiben. Ich musste einige Male schmunzeln und mochte es, dass sie ihre Charaktere recht realitätsnah inszeniert.

Was war besonders?
Schon auf den ersten beiden Seiten haben sich die Protagonisten kennengelernt - man ist also sofort in der Geschichte drin und muss nicht ewig warten, bis es losgeht.

Reading Bossman makes me feel like...
...ein Buch, das mich trotz lockerem und humorvollem Schreibstil leider nicht wirklich überzeugen konnte - Autorin ja, Bossman nein.
 
Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 19. November 2017

Rezension: Wer will schon einen Rockstar? (Stage Dive 2)

Wer will schon einen Rockstar? von Kylie Scott, erschienen bei LYX, Taschenbuch, 384 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Anne Rollins hat den schlimmsten Tag ihres Lebens hinter sich: Ihre Mitbewohnerin ist aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden - mit allen Möbeln und ohne ihre Mietschulden zu begleichen. Um sich abzulenken, beschließt Anne kurzerhand, eine Freundin auf eine Party zu begleiten. Doch dort steht sie plötzlich niemand anderem gegenüber als Malcolm Ericson, dem Drummer der weltberühmten Rockband Stage Dive. Als dieser von Annes Problemen erfährt, macht er ihr ein Angebot, das verrückter nicht sein könnte: Er hilft ihr aus ihrer finanziellen Notlage, wenn sie im Gegenzug eine Zeit lang seine Freundin spielt ..."

Warum hab ich es gelesen?
Nach der Mayhem-Reihe von Jamie Shaw hatte ich nicht nur einen klassischen Buchhangover, nein, ich litt unter massivem Buch-Rockstar-Hangover! Die Stage Dive Reihe von Kylie Scott hatte ich bisher nicht so im Auge, da mir die Klappentexte eigentlich nicht so hundertprozentig zusagten. Daher startete ich mit dem zweiten Band, da dieser für mich am interessantesten klang.

Wie war's?
In einem Wort? Lustig! Und ich meine wirklich zum Wegschmeißen lustig! Dieses Büchlein ist etwas ganz besonderes. Alles startet mit einer für diese Romane recht typischen Situation: Anne, von ihrer Mitbewohnerin sitzen gelassen, trifft auf einer Party den Typen, den sie früher als Poster an der Wand hatte, und ist natürlich hin und weg: Malcolm the one and only Ericson. Mal hinterlässt dabei nicht nur bei ihr einen bleibenden Eindruck: Dieser Protagonist ist definitiv nicht wie die anderen New Adult Hotties! Ja, Mal sieht verboten gut aus und mag Frauen. Aber ansonsten ist er eben ein äußerst spezieller, ziemlich durchgeknallter Kerl.
Und eben darin liegt für mich die ganz besondere Stärke dieses Buches.  Man weiß nie, was er als nächstes tut oder welchen großartigen Spruch er als nächstes raushaut. Ich hatte bei so vielen Szenen vor Lachen Tränen in den Augen, es war wirklich eine Wonne. Bei all dem Humor blieb allerdings die Liebesgeschichte zwischen dem verrückten Mal und der süßen Anne absolut nicht auf der Strecke. Die Beziehung der beiden ist ehrlich und fordernd. Anne steht ihre Frau und kann Mal trotz seiner äußerst speziellen Art handeln, während Mal Annes Leben die Leichtigkeit und Wärme gibt, die sie braucht und verdient.
Die erotischen Szenen passen sich dabei herrlich dem Stil des Buches an und wirken mit diesen Protagonisten absolut stimmig. Der Autorin ist hier wirklich ein absolutes Schätzchen gelungen.

Was war besonders?
Kylie Scotts Sinn für Humor! An die Brotszene werde ich mich wohl noch mein Leben lang gerne mit einem breiten Schmunzeln erinnern.

Reading Wer will schon einen Rockstar? makes me feel like...
...definitiv das lustigste Buch, das ich bisher gelesen habe. Mal muss man einfach kennenlernen!