Sonntag, 15. April 2018

Rezension: When it's Real

 When it's Real von Erin Watt, erschienen bei Piper, EBook, 472 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Unter normalen Umständen hätten sich Oakley und Vaughn wohl nie kennengelernt. Während sich die siebzehnjährige Vaughn seit dem Tod ihrer Eltern um ihre Geschwister kümmern muss, ist das Leben des neunzehnjährigen Oakley eine einzige Party. Als Popstar hat er sich nicht nur eine Bad-Boy-Attitüde zugelegt, sondern auch jede Menge Groupies. Dann beschließt sein Management, dass er dringend ein besseres Image braucht. Vaughn soll ein Jahr lang Oakleys Freundin spielen. Doch die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen. Während die gesamte Presse rätselt, wer das neue Mädchen an Oakleys Seite ist, muss sich Vaughn fragen: Kann sie sich selbst treu bleiben in dieser Welt voller Glitzer, Glamour und Gerüchte?"

Warum hab ich es gelesen?
Ich bin ein großer Fan des Autorinnenduos Erin Watt und warte ja bekanntlich bereits sehnsüchtig auf die Fortsetzung von Paper Passion. Als Überbrückung gibt's nun das eigenständige Werk When it's Real - ich bin gespannt!

Wie war's?
Hach, großartig! Die Autorinnen schaffen es irgendwie immer, die unmöglichsten Situationen realistisch zu verpacken. Als Normaloteenager die Freundin eines absoluten Superstars spielen und dafür unendlich viel Kohle kassieren? Ja! Sich dabei trotz aller Grenzen und Unterschiede unsterblich ineinander verlieben? Ja, ja, ja!
Dabei konzentriert sich die Geschichte wirklich sehr schön auf die Protagonisten Vaughn und Oakley, die beide auf ihre Art mit der Situation zu kämpfen haben und wohl unterschiedlicher nicht sein könnten.
Vaughn ist bodenständig, süß und selbstsicher. Sie war mir direkt sympatisch und trotz dem frühen Verlust ihrer Eltern nicht darauf reduziert. Ihr gegenüber steht Oakley, Sohn bereits berühmter Eltern, selbst quasi ein Teeniegott mit dementsprechendem Ego. Ernsthaft, zu Beginn ist er ein arrganter Kotzbrocken. Aber trotzdem wünscht man sich natürlich, dass die beiden zusammen kommen.
Die Liebesgeschichte empfand ich schlichtweg als süß, ohne kitschig zu sein. Die Seiten fliegen ohne Längen locker vorbei und man kann das Lesevergnügen einfach genießen. Genretechnisch würde ich es schon fast eher dem Young Adult zuordnen, aber ich als Grown-Up habe mich auch herrlich unterhalten gefühlt. Einzig der inflationäre Gebrauch des Wortes "chicks" hätte meinetwegen gerne etwas weniger sein dürfen.

Was war besonders?
Für mich war es mit Blick auf die Paper-Reihe tatsächlich entspannend, dass in When it's real nicht alles dem Dramafaktor einer Daily Soap entspricht. Weniger ist mehr und ist hierbei wirklich sehr schön aufgegangen.

Reading When it's Real makes me feel like...
Herrlich lockeres und unterhaltsames Standalone - eigentlich schade, dass es schon vorbei ist...

Mit herzlichem Dank an Netgallery.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Freitag, 6. April 2018

Inside: Die Leiden und Freuden des Hausbaus - mein Bücherzimmer

Es ist geschafft - nach neun Monaten Haussanierung darf ich endlich mein Eigenheim beziehen. Gegen Ende blieb leider so ziemlich 98% des privaten und sozialen Lebens auf der Strecke, aber die Mühen haben sich gelohnt: Schließlich konnte ich mir so unter anderem meinen lange gehegten Traum meines Bücherzimmers erfüllen - und es ist sooo schön geworden! 
Für mich war es schon ein äußerst aufregender Prozess. Welche Bücherregale, wie viele, passt das noch, welche Tapete dazu, Lesesessel, Sofa oder doch ein Bett? So viele Fragen! Und als es dann endlich ans Einräumen meiner Schätze ging, stand ich vor einem mir bisher völlig unbekannten Dilemma: Ich hatte Platz! Das verlangte geradezu eine andächtige Zelebration. Und einen Plan, denn das vorherschende "Reinquetschen wo es geht" wurde nun vom ordentlichen Einräumen und sogar Dekorieren abgelöst. Da ich ein Fan davon bin, alles zu sortieren, erstrahlen meine Lieblinge nun also nach Genre sortiert und mit ausreichend Luft nach oben.
Als absolut glücklicher Bücherwurm möchte ich euch das natürlich mit euch teilen - auch wenn ich jetzt schon weiß, dass die Ordnung (und der Platz) vermutlich nicht lange anhalten werden 😉



Freitag, 23. März 2018

Rezension: Die Tote im roten Kleid - Ein Shetland Krimi (Shetland Krimi 7)

Die Tote im roten Kleid von Anne Cleeves, erschienen bei Rowohlt, Taschenbuch, 448 Seiten, 10,99€

Worum geht's?
"Eine Lawine aus Schlamm und Dreck

Es ist dunkel und kalt in Shetland. Seit Monaten regnet es. Auf dem Weg ins Tal reißt das Wasser gewaltige Erdmassen mit sich, die Teile des kleinen Örtchens Ravenswick unter sich begraben. Bei den Aufräumarbeiten findet man in den Trümmern eines Hauses die Leiche einer unbekannten Frau in blutrotem Seidenkleid. Kommissar Jimmy Perez will wissen, wer sie ist – doch stößt er bei den Inselbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Als sich herausstellt, dass die Frau ermordet wurde, ruft Perez seine alte Kollegin Willow Reeves aus Inverness zur Hilfe. Die ist noch nicht vor Ort, da gibt es bereits das zweite Opfer ..."

Warum hab ich es gelesen?
Als großer Fan der von itv produzierten Shetland-Serie wollte ich mich nun endlich mal an die Buchvorlage begeben.

Wie war's?
Natürlich ist es immer etwas seltsam, wenn man schon Vorstellungen der Personen durch die Schauspieler im Kopf hat. Nichtsdestotrotz war es für mich sehr spannend, die Figuren in ihrer ursprünglichen Form kennenzulernen. Ermittler Jimmy Perez ist mir nach wie vor sympathisch.
Ann Cleeves Schreibstil ist recht angenehm zu lesen, vor allem die Ruhe und das Gefühl ihrer Schauplätze bringt sie sehr gut rüber. Leider leidet manchmal das Tempo darunter, das Buch hatte für mich so einige erzählerische Längen, die auch in kürzerer Form ihren Sinn erfüllt hätten. Für mich dürfte es generell gerne etwas weniger um das Privatleben der Ermittler gehen, aber in einem siebten Band muss man natürlich damit rechnen. Nichtsdestotrotz hätte ich mir etwas weniger Privatprobleme und dafür etwas mehr Krimi gewünscht. Der Fall an sich war definitiv gut überlegt und auch nicht sofort zu durchschauen.
Übrigens war es für mich kein Problem, mit dem siebten Band in die Reihe einzusteigen, da alle Figuren und Situationen nochmal ausführlich vorgestellt werden.

Was war besonders?
Dasselbe wie in der Serie - die Landschaft der einsamen Shetlands.

Reading Die Tote im roten Kleid makes me feel like...
...ein interessanter Fall mit erzählerischen Längen. Nichtsdestotrotz sollte man einen Versuch mit Ann Cleves wagen!



Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 13. März 2018

Rezension: Der Fluch von Pendle Hill - Die Schatten von Edinburgh - Ein Fall für Frey und McGray (Frey und McGray 2)

Der Fluch von Pendle Hill - Ein Fall für Frey und McGray von Oscar de Muriel, erschienen im Goldmann Verlag, Taschenbuch, 512 Seiten, 10€

Worum geht's?
"Neujahr 1889. In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt ermordet ein gefährlicher Psychopath eine Krankenschwester. Kurz bevor ihm die Flucht gelingt, unterhält er sich mit einer jungen Patientin, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat. Wieso hat sie ihr Schweigen gebrochen? Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe, denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich – bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden genialen Ermittler einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur kommen …"

Warum hab ich es gelesen?
Der erste Band Die Schatten von Edinburgh waren mein absolutes Krimihighlight des Jahres. Keine Frage, dass ich mit Frey und McGray gerne wieder auf Verbrecherjagd gehe!

Wie war's?
Nach langer Vorfreude und dem kleinen weihnachtlichen Appetizer Die Hirschjagd war es nun endlich soweit: Ein ausführliches Wiedersehen mit Frey und McGray. Zwar kann man diesen Band getrost genießen, ohne die anderen Geschichten gelesen zu haben, jedoch ist es natürlich immer ein wenig schöner, den Figuren wieder zu begegnen, die man bereits ins Herz geschlossen hat.
Obwohl das ungleiche Ermittlerduo nun bereits einen großen Fall gemeinsam gelöst hat, haben sie sich noch lange nicht zusammengerauft. Auch in diesem Buch gibt es wieder herrlich amüsante Kommentare, Spitzen und Schlagabtausche, die mich mehr als einmal laut lachen ließen. Oscar de Muriels Schreibstil ist einfach nur großartig.
Der Kriminalfall behandelt einen äußerst mysteriösen Mord, der vermutlich etwas mit Hexerei zu tun hat. Für Inspector McGray quasi ein Fest! Aber keine Sorge, trotzdem so einige Hinweise in diese Rictung verlaufen, bleibt die Auflösung völlig natürlich und rein menschlich. Allerdings spielt der Autor sehr schön mit seinen Figuren und den Ungereimtheiten, die sich im viktorianischen Zeitalter eben noch nicht erklären ließen.
An manchen Stellen ging es mir zwar etwas zu langsam vorwärts, jedoch habe ich das Lesen wieder sehr genossen. Diese Reihe ist einfach perfekt, um es sich mit Tee und Keksen auf dem Sofa gemütlich zu machen. Nun bleibt nur zu hoffen, dass der Verlag auch die kommenden Bände (auf Englisch sind bereits zwei weitere erschienen) ganz flux auf Deutsch herausbringt.

Was war besonders?
Ich kann mich nur wiederholen: Oscar de Muriels humoristische Schreibweise muss man erlebt haben!

Reading Der Fluch von Pendle Hill makes me feel like...
...mehr Längen als der erste Fall, jedoch immer noch lesenwert. Bitte schnell mehr von diesem Autor!
 
Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Samstag, 10. März 2018

Rezension: City of Glass (Chroniken der Unterwelt 3), gekürzte Lesung

City of Glass von Cassandra Clare, gelesen von Andrea Sawatzki, erschienen bei Lübbe Audio,  6 CDs, Laufzeit 7h 10min

Worum geht's?
"In Idris herrschen düstere Zeiten. Als Valentin sein Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance: Schattenjäger und Schattenwesen müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite in diese Schlacht ziehen. Jace weiß genau, wie viel er zu riskieren bereit ist. Clary jedoch muss sich entscheiden, ob auch sie jeden Preis bezahlen würde, um die Gläserne Stadt zu retten."

Warum habe ich es gehört?
Ich bin ja bekanntlich ein bekennender Fan des Schattenjägeruniversums, da möchte ich nach City of Bones und City of Ashes natürlich wissen, wie der große Kampf gegen Superbösewicht Valentin ausgeht.

Wie war's?
Ja, ich war von Protagnistin Clary schon im letzten Band ziemlich genervt - leider scheint das mit jedem Teil schlimmer zu werden. Man muss bei ihrem Verhalten schon manchmal tief durchatmen, um sie nicht durch den CD-Player hindurch zu erwürgen. Dementsprechend fand ich es ganz angenehm, dass die Geschichte nicht mehr ganz so stark auf Clary und Jace zentriert ist, sondern auch die anderen Figuren näher behandelt. Und mit Alec, Magnus, Izzy, Luke, Simon und dem Rest der Gang passiert so einiges.
Auch in diesem Teil lässt es sich Autorin Cassandra Clare nicht nehmen, uns an der ein oder anderen Stelle das Herz herauszureißen, indem sie unsere Lieblinge so einiges durchleiden lässt. Am Ende ist man zwar soweit froh mit dem Ist-Stand, allerdings gibt es natürlich einen Ausblick auf das, was noch kommen wird. Und so war ich mehr als froh, dass die Geschichte noch weiter geht.

Was war besonders?
Während vorher immer nur von Idris gesprochen wurde, dürfen wir es nun endlich selbst kennenlernen. Den Ortswechsel fand ich sehr passend und in einigen Szenen definitiv sehr aufregend.

Listening to City of Glass makes me feel like...
...ein wahnsinnig unterhaltsames und großartiges Geschichtenabschnittsfinale - ich habe es sehr genossen!

Sonntag, 4. März 2018

Rezension: Save Me (Maxton Hall 1)

 Save Me von Mona Kasten, erschienen bei LYX, broschiert, 416 Seiten, 12,90€

Worum geht's?
"Geld, Glamour, Luxus, Macht ― all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß ― etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James ― und ihr Herz ― schon bald keine andere Wahl..."

Warum hab ich es gelesen?
Das ist einfach zu beantworten: Begin Again, Trust Again und natürlich Feel Again.

Wie war's?
Mona Kasten setzt sich mit ihrer neuen Reihe definitiv von ihren Vorgängern ab. Die Protagonisten sind jünger, werden in allen drei Teilen behandelt und sind auch ein wenig klischeehafter als beispielsweise ein Schätzchen wie Isaac Grant.
Ruby ist durchorganisiert, etwas steif und verhält sich möglichst unsichtbar. Ich brauchte tatsächlich eine Weile, bis ich mit ihr warm geworden bin. James, der Rich-kid-Prinz von Maxton Hall, der mit allerlei Rich-kid-Problemen zu kämpfen hat, war trotz seiner snobistischen Züge für mich als Charakter recht greifbar (auch wenn er es nicht in meinem Bookishboyfriendharem geschafft hat).
Ich mochte die Geschichte sehr, hatte allerdings noch nicht dieses wahnsinnige Soglesegefühl wie beispielsweise bei Begin Again. Dies lag natürlich auch daran, dass die Handlung lange Zeit etwas dahin plätschert. Das fand ich zwar nicht unbedingt langweilig, da man so die Protas samt der liebevoll ausgearbeiteten Nebenfiguren besser kennenlernt, aber leider wurde das äußerst dramatische Ende samt Cliffhanger dann irgendwie so schnell abgehandelt. Das wirkte auf mich einfach etwas abrupt.
Insgesamt überzeugte mich bei diesem Buch natürlich erneut Mona Kastens Schreibstil, der es einem unfassbar leicht macht, nur so durch die Seiten zu fliegen. Die Geschichte an sich erinnert zwar in den Grundzügen etwas an Paper Princess, besitzt jedoch für mich (bisher) einen ganz eigenen Flair. Ich bin jedenfalls nach wie vor gespannt darauf, wie es mit Ruby und James weitergeht.

Was war besonders?
Ich als großer Britannienfan fand es natürlich großartig, dass die Geschichte in England und z.T. sogar in einer meiner Lieblingsstädte angesiedelt ist. Keep calm and read on!

Reading Save Me makes me feel like...
...eine stilvollere Variante von Erin Watts Paper Princess, aber definitiv genauso unterhaltsam. Das Warten bis zum zweiten Band Save You, welcher erst im Mai erscheint, fällt jetzt schon schwer!

Montag, 19. Februar 2018

Rezension: Neighbor Dearest (Standalone-Folgeband zu Stepbrother Dearest)

Neighbor Dearest von Penelope Ward, erschienen beim Goldmann Verlag, broschiert, 384 Seiten, 10€

Worum geht's?
"Chelsea dachte, sie hätte den Mann ihres Lebens gefunden. Doch Elec verlässt sie für seine Jugendliebe, und Chelsea ist am Boden zerstört. Hat sie sich seine Gefühle nur eingebildet? Erst ihr Nachbar Damien lenkt sie von ihrem Kummer ab. Denn er ist unhöflich, und seine lauten Hunde rauben ihr den Schlaf. Sie kann ihn nicht ausstehen! Leider ist er sowohl ihr Vermieter als auch der schönste Mann, den sie je gesehen hat. Sie findet ihn unwiderstehlich... Doch Damien geht aus einem guten Grund keine Beziehungen ein, und sein Geheimnis könnte Chelseas Herz erneut in tausend Teile brechen."

Warum hab ich es gelesen?
Ich habe Stepbrother Dearest, welches quasi die Vorgeschichte zu Neighbor Dearest behandelt, damals verschlungen - dementsprechend groß war meine Vorfreude auf dieses Buch!

Wie war's?
Es tut mir wirklich leid das zu sagen, aber ich bin von diesem Buch absolut enttäuscht. Die Idee an sich, Chelsea eine eigene Geschichte zu geben, fand ich eigentlich recht gelungen. Nach einem kurzen Prolog gibt es einen Zeitsprung von gut einem Jahr, wodurch man eigentlich recht frisch in  die Geschichte von Chelsea und Damien einsteigen könnte. Doch wurde ich mit Chelsea absolut nicht warm. Die gute Dame ist emotional leider noch völlig in ihrer vergangenen Beziehung gefangen und heult gefühlt auf jeder zweiten Seite. Auch Damien, ihr Nachbar, konnte mich nicht wirklich überzeugen. Ja, er hat seine Gründe, warum er Chelsea immer wieder von sich stößt, aber trotzdem wirkte sein Verhalten auf mich manchmal komplett abwegig.
In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann eigentlich nur noch um Damiens Gründe (also viiiel Drama), Damiens und Chelseas gemeinsamen Kampf dagegen (viiiel Kitsch) und eine lose Aneinanderreihung völlig sinnloser Sexszenen (viiiele Wörter wie Schw. und M.).
Die Dialoge wirkten für mich teilweise sehr gestelzt und melodramatisch, so dass ich tatsächlich manchmal ganze Absätze einfach übersprungen habe. Generell fand ich die deutsche Übersetzung zum Teil grenzwertig (ich nehme es dem absolut heißen Typ von nebenan einfach nicht ab wenn er sowas sagt wie "Und was machst du mit diesen Leutchen?").
Alles in allem hatte ich also leider recht wenig Freude, dafür aber ziemlich viele Kofschüttelmomente beim Lesen. Besonders stimmig fand ich allerdings den Brief ganz zum Schluss, der quasi den Kreis der Erzählung schließt.

Was war besonders?
Bis auf Damiens großes Geheimnis reden beide Protagonisten meistens Klartext, was ihre Gefühle betrifft, was ich als sehr erfrischende Abwechslung empfand.

Reading Neighbor Dearest makes me feel like...
...da hat sich das Warten leider absolut nicht gelohnt - Neighbor Dearest kommt für mich bei Weitem nicht an den Vorgänger ran.

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar