Samstag, 16. Dezember 2017

Rezension: Der Lese Organizer von Abenteuerlabor

Lese Organizer von Abenteuerlabor, 80 Seiten, erhältlich in ihrem Shop, 14€ 

Worum geht's?
"-"Dieses eine Buch, das ich im Sommer gelesen habe, wie hieß das nochmal?"
"Letztens habe ich einen Bericht über einen neuen Roman gelesen, wie war nochmal der Titel?"
"Wie viele Bücher habe ich dieses Jahr gelesen?"
"Wie viel Geld habe ich letztes Jahr für Bücher ausgegeben?"
"Wie heißt nochmal das Buch, das ich nicht zu Ende gelesen habe?"
"Welches Buch war mein Favorit im Jahr 2017?"
"Aus welchem Verlag habe ich die meisten Bücher gelesen?"

Diese Fragen könnt ihr ohne Probleme beantworten, wenn ihr den Lese-Organizer zur Hand habt.
Er hat die Größe A5, Platz für 80 Bücher, passt in jede Handtasche und wird so ein täglicher Begleiter für Leseratten und Bücherwürmer.
Auch für Buchblogger der optimale Organisations- Profi! Ihr könnt Euch zu jedem Buch während es Lesens Notizen machen, die für Eure Rezensionen interessant sind."

Warum hab ich es gelesen?
Keine Frage: Als Bücherliebhaber und Buchblogger möchte und muss ich meine Gedanken zu einer Geschichte festhalten. Gerade die Eindrücke, die man gleich während dem Lesen gewinnt, helfen mir beim Schreiben meiner Rezensionen - vor allem wenn mal ein wenig Zeit dazwischen liegt. Nun habe ich zwar mein kleines schlaues Büchlein, in dem ich mir alles notiere, aber ehrlich gesagt herrscht darin ein ganz schönes Chaos. Erster Vorsatz fürs neue Jahr: Organisierter werden. Vielleicht ist der Lese Organizer von Abenteuerlabor ja eine Hilfe?

Wie war's?
Als Bloggerin und Bücherwurm weiß Tina, was uns Leseratten in einem Leseorganizer wichtig ist. So findet ihr auf einer Seite neben den üblichen Zeilen für Titel, Autor, Genre, Verlag, Preis und Seitenzahl auch Ankreuzmöglichkeiten, ob es sich um ein EBook oder eine Printausgabe handelt. Neben der Möglichkeit, Notizen zu verfassen und das gelesene Buch gleich mit bis zu fünf Sternen zu bewerten, fand ich es einfach nur großartig, dass man angeben kann, ob das Buch zu Ende gelesen wurde. So kann man nicht nur abgebrochene Bücher festhalten, auch Gedanken zu Büchern, die man nicht direkt in einem Rutsch liest, gehen so nicht verloren. Am Ende der Seite kann man noch kurz die Anzahl der Bücher eintragen.
Der Lese Organizer kommt im praktischen Handtaschenformat DinA5 daher und ist definitiv ein Leichtgewicht. Statt der Ringbindung würde ich mich sehr über eine Hardcovervariante freuen, um die Lebenserwartung meines Organizers noch etwas zu erhöhen.
Nichtsdestotrotz erfüllt er seinen Zweck und hilft - egal ob Bücherwurm oder Blogger - , die persönliche Leseliste zu strukturieren. Ich finde die Aussicht schön, den Organizer als Lesetagebuch 2018 nutzen zu können und somit immer alles griffbereit zu haben.

Was war besonders?
Man merkt einfach, dass dieser Lese Organizer von einem Bücherwurm gestaltet wurde - für mich sind alle wichtigen DInge enthalten.

Using Abenteurlabors Lese Organizer makes me feel like...
...wesentlich sortierter und strukturierter! Egal ob Blogger oder nicht, diese Art des Lesetagebuchs gefällt mir. Bleibt nur abzuwarten, ob die 80 Seiten für mein Lesejahr 2018 ausreichen 😏

Mit herzlichem Dank an Tina für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Rezension: Die Hirschjagd: Eine E-Only-Kurzgeschichte - Weihnachten für Frey und McGray (Frey und McGray 1,5)

Die Hirschjagd von Oscar de Muriel, erschienen im Goldmann Verlag, EBook, 21 Seiten, 0

Worum geht's?
"Weihnachten 1888. Nach einer aufreibenden Zeit in Edinburgh ist Ian Frey froh, die Feiertage auf dem englischen Landgut seiner vornehmen Familie zu verbringen. Besinnliche, friedvolle Abende mit Brandy am Kaminfeuer, köstliche Speisen und die traditionelle Hirschjagd erwarten ihn. Doch dann taucht ein ungebetener Gast in Gloucestershire auf …"

Warum hab ich es gelesen?
Teil 1, Die Schatten von Edinburgh, ist schlichtweg mein Krimilesehighlight des Jahres 2017. Da ich schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte, habe ich mich natürlich bereits sehr auf dieses kleine Appetithäppchen in Form einer Kurzgeschichte gefreut.

Wie war's?
Hach, ich es war sehr schön Ian Frey wiederzusehen. Die Geschichte schließt genau am Ende des ersten Bandes an und behandelt inhaltlich das Weihnachtsfest der Familie Frey, die, wie wir bereits wissen, ein nicht gerade harmonisches Verhältnis pflegt.
Eben diese familiären Auseinandersetzungen bilden das Kernthema der Kurzgeschichte. Es gibt keinen Krimi, keinen Fall, und, sehr zu meinem Leidwesen, auch keinen McGray. Nichtsdestotrotz hatte ich große Freude beim Lesen. Es ist eine herrliche Überleitung zu Band 2, die einige Dinge thematisiert, die in einem Krimi dann doch nicht unbedingt ihren Platz hätten bzw. vermutlich die Luft rausnehmen würden. Und neben den Konflikten kommt noch dazu ein wenig viktorianische Weihnachtsstimmung auf.

Was war besonders?
Neben der herrlich gemütlichen Stimmung, die diese Geschichte verbreitet hat, habe ich mich natürlich sehr über die exklusive Leseprobe aus Der Fluch von Pendle Hill, dem zweiten Fall für Frey und McGray gefreut.

Reading Die Hirschjagd makes me feel like...
Weihnachten mit den Freys, alles schön und gut. Jetzt wird es aber wirklich Zeit für den nächsten Fall: Am 15. Januar 2018 erscheint Der Fluch von Pendle Hill - endlich!

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Passende Bücher zur Jahreszeit?

Im Herbst erwacht ja immer meine Krimilaune. Wenn es draußen so richtig stürmt und ungemütlich wird, macht das Einkuscheln im warmen, von Kerzen erleuchteten Zimmer doch noch viel mehr Freude. Und dann noch eine herrlich spannende Schauergeschichte? Hach, großartig!
Der Winter bietet darüber hinaus noch die Vorweihnachtszeit, in der man sich mit passenden Büchern erst so richtig austoben kann. Ich persönlich lese diese Bücher sehr gerne. Generell finde ich es schwierig, mich im Sommer am Strand in eine Geschichte einzufühlen, die bei Eis und Schnee spielt oder von Mistelzweigen und Christbaumkugeln erzählt. Daher habe ich in meinem Bücherregal gekramt um euch hier eine kleine Auswahl von passenden Winter/Weihnachtsbüchern zu zeigen.
 
Totenstille Nacht - Ein krimineller Adventskalender von Jan Costin Wagner
336 Seiten, 8,99€

  
"Und dann sind alle Lichtlein aus.
24 Tage bis Heiligabend – 24 Tage voller Seligkeit! Wirklich? Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, wenn gute Freunde nach dem dritten Glühwein ihr wahres Gesicht zeigen oder die liebe Verwandtschaft zu Hause einfällt, werden mitunter Mordgedanken wach. Und nicht immer bleibt es beim Gedanken: Für manch einen endet die Nacht tatsächlich totenstill."


Mord zur Bescherung von Jean G. Goodhint

347 Seiten, 8,99€

Mord auf dem Wunschzettel?
Wenige Tage vor Weihnachten wird der Besitzer eines kleinen Verlags tot aufgefunden, erstochen mit dem eigenen Brieföffner. Zur großen Weihnachtsparty, die er für seine Angestellten in Honeys Hotel ausrichten ließ, ist er schon nicht mehr erschienen. Aber wer hatte ein Motiv, den eigenbrötlerischen Verleger zu töten?
Ausgerechnet mitten in den Vorbereitungen für die Feiertage müssen Honey Driver und Chief Inspector Steve Doherty nun ermitteln.


Die Hirschjagd - Eine E-Online Kurzgeschichte für Frey und McGray von Oscar de Muriel
21 Seiten, 0€

Weihnachten 1888. Nach einer aufreibenden Zeit in Edinburgh ist Ian Frey froh, die Feiertage auf dem englischen Landgut seiner vornehmen Familie zu verbringen. Besinnliche, friedvolle Abende mit Brandy am Kaminfeuer, köstliche Speisen und die traditionelle Hirschjagd erwarten ihn. Doch dann taucht ein ungebetener Gast in Gloucestershire auf …








Echo einer Winternacht  von Val McDermid
554 Seiten, 10,99€

Eine eisige Winternacht, 1978. In dem schottischen Universitätsstädtchen St. Andrews machen Alex Gilbey und seine Freunde auf dem alten keltischen Friedhof eine grausige Entdeckung: den blutüberströmten Körper der jungen Rosie Duff. Jede Hilfe kommt zu spät. Auch wenn die Polizei ihnen nichts nachweisen kann, geraten die Studenten unter Verdacht. Fünfundzwanzig Jahre später rollt die Polizei ungelöste Mordfälle wieder auf. Auch den Mord an Rosie. Und es scheint jemanden zu geben, der seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit hat: Einer der vier Freunde von damals kommt auf mysteriöse Weise ums Leben, kurz darauf ein zweiter. Alex Gilbey muss herausfinden, wer es auf das Quartett abgesehen hat, bevor er selbst das nächste Opfer wird. Ein Alptraum nimmt seinen Lauf 

Der Winter erwacht von C.L.Wilson
384 Seiten, 10€

"Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird."







Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension: Die große Sherlock-Holmes-Edition

Die große Sherlock-Holmes-Edition von Sir Arthur Conan Doyle, gelesen von Oliver Kalkofe, erschienen beim Hörverlag,  
2 mp3CDs, Laufzeit ca 22h

Worum geht's?
"Vom "Skandal in Böhmen" bis zum "Letzten Problem", dem spektakulären Sturz des Meisterdetektivs in den Schweizer Reichenbachfällen: Hier sind alle Sherlock-Holmes-Stories aus Conan Doyles Abenteuern und den Memoiren in einer Edition versammelt. Ungekürzt, in hochgelobten Übersetzungen und vor allem in der kriminalistisch-meisterlichen Interpretation von Oliver Kalkofe.
Die Edition enthält: "Ein Skandal in Böhmen", "Die Liga der Rotschöpfe", "Eine Frage der Identität", "Das Rätsel von Boscombe Valley", "Die fünf Orangenkerne", "Der Mann mit der entstellten Lippe", "Der blaue Karfunkel", "Das gesprenkelte Band", "Der Daumen des Ingenieurs", "Der adlige Junggeselle", "Die Beryll-Krone", "Die Blutbuchen", "Silberstern", "Das gelbe Gesicht", "Der Angestellte des Börsenmaklers", "Die ‚Gloria Scott‘", "Das Musgrave-Ritual", "Die Junker von Reigate", "Der Verwachsene", "Der niedergelassene Patient", "Der griechische Dolmetscher", "Der Flottenvertrag", "Das letzte Problem".
Gelesen von Oliver Kalkofe. Zu hören ist außerdem ein zehnminütiges Interview mit Sir Arthur Conan Doyle aus dem Jahr 1928, in dem er von Sherlock Holmes sowie von seiner Begeisterung für den Spiritismus spricht.
Außerdem enthält das umfangreiche Booklet einen bisher kaum bekannten Essay des Autors Conan Doyle über Sherlock Holmes, ein Interview mit dem Sprecher Oliver Kalkofe sowie ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung."

Warum hab ich es gehört?
Ich bin ja bekanntlich ein großer Fan von Sherlock Holmes und Geschichten, die im viktorianischen Zeitalter spielen. Natürlich besitze ich die Sherlock Holmes Erzählungen bereits in allen erdenklichen Formen, Variationen und Adaptionen, aber ich werde sie einfach nicht leid. Wie auch? Nun war ich also gespannt, wie Oliver Kalkofe dem berühmten Meisterdetektiv Leben einhaucht.

Wie war's?
Ich besitze zwar diverse Hörspielversionen der einzelnen Geschichten, aber dies ist tatsächlich die erste Lesung von Sherlock Holmes in meinem Regal. Trotz der "Einstimmigkeit" behält der Stoff aber für mich definitiv seinen Charme und Unterhaltungswert. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine Komplettbox aller Fälle, aber definitiv um eine umfassende Sammlung aller 23 Kurzgeschichten aus den Sammelbänden „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ sowie „Die Memoiren des Sherlock Holmes“. Darunter befinden sich auch zwei meiner liebsten Fälle, "Das Musgrave-Ritual" und aktuell passend zur Jahreszeit "Der blaue Karfunkel".
Trotzdem ich alle Fälle bereits vorher kannte hatte ich sehr viel Freude an deren Lesungen. Ich hatte vorweg ein wenig die Befürchtung, Oliver Kalkofe würde nicht so gut passen bzw. Watson zu albern wirken lassen, aber dies war völlig unbegründet. Er spricht ruhig, in einem angemessenen Tempo und mit geradezu liebevoller Begeisterung. Bei Szenen, an denen mehrere Personen beteiligt sind, wird das Zuhören und Verstehen von Kalkofe durch verschiedene Stimmnuancen erleichtert.
Die einzelnen Fälle kommen ohne musikalische Untermalung oder sonstige Hintergrundgeräusche daher und haben eine maximale Dauer von ca. 1,5 Stunden, wodurch man sie auch ganz herrlich während der Autofahrt oder in der Badewanne genießen kann.

Was war besonders?
In dem ca 50-seitigen Booklet finden sich neben den oben genannten Interviews auch einzelne, informative Anmerkungen zu jedem Fall. Dort werden Personen aufgelistet und auch Anspielungen oder bestimmte ältere, heute nicht mehr so geläufige Begriffe erklärt.

Listening to Die große Sherlock-Holmes-Edition makes me feel like...
...kurzweilige, klassische Unterhaltung, bei der man es sich sehr gerne mit Tee und Keksen gemütlich macht!  

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 28. November 2017

Rezension: Wir Kinder der Neunziger - Alles, was wir damals liebten (und was uns heute peinlich ist)

Wir Kinder der Neunziger von Johannes Engelke, Karin Weber, Maren Ziegler und Jacob Thomas, erschienen im Goldmann Verlag, broschiert, 196 Seiten, 12 €

Worum geht's?
"Wisst Ihr noch damals in den Neunzigern? Als wir Bravo Hits auf dem Discman hörten und die ersten SMS mit dem Nokia 3210 verschickten? Raider hieß plötzlich Twix (sonst änderte sich nichts) und Bum Bum-Eis durfte an keinem Kiosk fehlen. Als Mädchen trugen wir Tattooketten, Miss Sixty-Jeans und Buffalos, Jungs griffen zu Baggy Pants, G-Shock und Nike Airs. Wir waren neugierig, konsumfreudig und unbeschwert, und die Zeit verging irgendwie langsamer. Jetzt sind die Neunziger zurück! Von Arschgeweih bis Zackenhaarband sind in diesem Buch 99 Dinge versammelt, die uns damals begeistert oder auch genervt haben. Für alle, die Sätze wie „Geh aus dem Internet, ich will telefonieren“ noch im Ohr haben und gerne in Erinnerungen schwelgen."

Warum hab ich es gelesen?
Genau genommen bin ich zwar ein Kind der Achtziger, aber dementsprechend in den Neunzigern groß geworden. Schon beim Klappentext musste ich ordentlich schmunzeln und konnte es kaum erwarten, mich an weiteren beispielhaften Dingen dieses besonderen Jahrzehnts zu erfreuen.

Wie war's?
Erstmal vorweg: Dieses Buch ist keines, das man am Stück durchliest. Es ist vielmehr eine Aufzählung von 99 Dingen, die in den 90ern besondere Bedeutung hatten. Dabei umfasst jeder Abschnitt eine Doppelseite und kommt neben einer humorvollen Erläuterung mit einem passenden, zum Teil ganzseitigen Bild daher. Unter einem Oberbegriff verstecken sich dann noch so allerhand Anspielungen, die einem Kind der 90er mehr als einmal ein "Oh ja, daran kann ich mich erinnern!" oder ein "Stimmt, das hatte ich auch!" entlocken werden. Zum Schluss gibt es noch ein Quellen- und Stichwortverzeichnis, um den schnellen Zugriff zu ermöglichen.
Meine bessere Hälfte und ich hatten große Freude daran, durch dieses Büchlein zu blättern und in Erinnerungen zu schwelgen. Viele Dinge fallen einem selbst natürlich auch sofort ein, aber es gibt auch so einige, die man fast vergessen hatte. Hach, da fühlt man sich gleichzeitig wieder jung und steinalt. 

Was war besonders?
Mal ganz abgesehen vom inhaltlichen gefiel mir die Aufmachung des Covers unglaublich gut und wirkt thematisch passend.

Reading Wir Kinder der Neunziger makes me feel like...
...eine schöne Zeitreise für alle, die diese Zeit miterlebt haben. Auch super als Geschenk geeignet!

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Freitag, 24. November 2017

Rezension: Bossmann

Bossman von Vi Keeland, erschienen bei Goldmann, broschiert, 384 Seiten, 12€

Worum geht's?
"Reese, jung, hübsch, ehrgeizig, durchlebt gerade das schlimmste Date ihres Lebens, als sie ihn zum ersten Mal sieht: Chase Parker. Immer wieder wandert ihr Blick zu dem unglaublich attraktiven Mann am anderen Ende des Restaurants. Plötzlich steht dieser auf, setzt sich an Reeses Tisch und tut so, als wären sie alte Freunde. Chase Parker rettet nicht nur ihren Abend, sondern bringt sie auch völlig durcheinander. Und als sie einige Wochen später ihren Traumjob anfängt, ist der CEO der Firma kein anderer als der Unbekannte aus dem Restaurant, den sie nicht vergessen konnte ..."

Warum hab ich es gelesen?
Die Aufmachung des Covers mit seinem schwarz-weißen Bild und der pinken Schrift hat mir sehr gut gefallen. Außerdem wurde es nach meinem Buch-Rockstar-Hangover dringend mal Zeit für etwas Abwechslung - Zeit, CEO Chase Parker kennenzulernen!

Wie war's?
Bossman hat mich mit ziemlich gemischten Gefühlen zurück gelassen und auch das Schreiben dieser Rezension ist irgendwie schwieriger als sonst. Doch der Reihe nach: Reese lernt durch Zufall den attraktiven Chase und bekommt diesen gutaussehenden, sexy Kerl einfach nicht mehr aus dem Kopf. Kurz darauf fängt sie auch schon in seiner Firma an - doch sie hat sich geschworen, niemals nie wieder etwas mit einem Kollegen - geschweige denn ihrem Boss - anzufangen.
Im Prinzip ist das die große Bredouille, in der sich Reese befindet - und leider auch meine. Denn bei aller Mühe, die sich die Autorin damit gibt, Reese's Problem zu begründen, ich konnte es leider zu keinem Zeitpunkt Ernst nehmen. Da will sie sich unbedingt aufgrund der starken Anziehungskraft von ihm fernhalten, stimmt aber trotzdem zu, zweimal die Woche mit ihm Essen zu gehen. Oder bleibt mit Absicht länger im Büro, um ihn zu treffen. Oder, oder...
Chase ist an sich ein cooler Typ, aber auch ganz anders, als die "Bossman" sonst in diesem Genre. Keine Spur von Dominanz oder Machtgehabe, er ist (Achtung, Wortspiel!) eben ein Boss zum Anfassen. Um seinen Hintergrund näher zu beleuchten, erzählt die Autorin auch aus seiner Sicht, allerdings mit einem Zeitsprung von vor sieben Jahren.
Insgesamt fiel es mir schwer, in irgendeiner Form die Funken zwischen den beiden zu fühlen. Potenziell interessante Szenen wurden nur angerissen, aber dann doch übergangen, und irgendwie hat für mich das zündende Element gefehlt.
Sehr positiv wird mir allerdings der lockere und zum Teil sehr humorvolle Schreibstil der Autorin im Gedächtnis bleiben. Ich musste einige Male schmunzeln und mochte es, dass sie ihre Charaktere recht realitätsnah inszeniert.

Was war besonders?
Schon auf den ersten beiden Seiten haben sich die Protagonisten kennengelernt - man ist also sofort in der Geschichte drin und muss nicht ewig warten, bis es losgeht.

Reading Bossman makes me feel like...
...ein Buch, das mich trotz lockerem und humorvollem Schreibstil leider nicht wirklich überzeugen konnte - Autorin ja, Bossman nein.
 
Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 19. November 2017

Rezension: Wer will schon einen Rockstar? (Stage Dive 2)

Wer will schon einen Rockstar? von Kylie Scott, erschienen bei LYX, Taschenbuch, 384 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Anne Rollins hat den schlimmsten Tag ihres Lebens hinter sich: Ihre Mitbewohnerin ist aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden - mit allen Möbeln und ohne ihre Mietschulden zu begleichen. Um sich abzulenken, beschließt Anne kurzerhand, eine Freundin auf eine Party zu begleiten. Doch dort steht sie plötzlich niemand anderem gegenüber als Malcolm Ericson, dem Drummer der weltberühmten Rockband Stage Dive. Als dieser von Annes Problemen erfährt, macht er ihr ein Angebot, das verrückter nicht sein könnte: Er hilft ihr aus ihrer finanziellen Notlage, wenn sie im Gegenzug eine Zeit lang seine Freundin spielt ..."

Warum hab ich es gelesen?
Nach der Mayhem-Reihe von Jamie Shaw hatte ich nicht nur einen klassischen Buchhangover, nein, ich litt unter massivem Buch-Rockstar-Hangover! Die Stage Dive Reihe von Kylie Scott hatte ich bisher nicht so im Auge, da mir die Klappentexte eigentlich nicht so hundertprozentig zusagten. Daher startete ich mit dem zweiten Band, da dieser für mich am interessantesten klang.

Wie war's?
In einem Wort? Lustig! Und ich meine wirklich zum Wegschmeißen lustig! Dieses Büchlein ist etwas ganz besonderes. Alles startet mit einer für diese Romane recht typischen Situation: Anne, von ihrer Mitbewohnerin sitzen gelassen, trifft auf einer Party den Typen, den sie früher als Poster an der Wand hatte, und ist natürlich hin und weg: Malcolm the one and only Ericson. Mal hinterlässt dabei nicht nur bei ihr einen bleibenden Eindruck: Dieser Protagonist ist definitiv nicht wie die anderen New Adult Hotties! Ja, Mal sieht verboten gut aus und mag Frauen. Aber ansonsten ist er eben ein äußerst spezieller, ziemlich durchgeknallter Kerl.
Und eben darin liegt für mich die ganz besondere Stärke dieses Buches.  Man weiß nie, was er als nächstes tut oder welchen großartigen Spruch er als nächstes raushaut. Ich hatte bei so vielen Szenen vor Lachen Tränen in den Augen, es war wirklich eine Wonne. Bei all dem Humor blieb allerdings die Liebesgeschichte zwischen dem verrückten Mal und der süßen Anne absolut nicht auf der Strecke. Die Beziehung der beiden ist ehrlich und fordernd. Anne steht ihre Frau und kann Mal trotz seiner äußerst speziellen Art handeln, während Mal Annes Leben die Leichtigkeit und Wärme gibt, die sie braucht und verdient.
Die erotischen Szenen passen sich dabei herrlich dem Stil des Buches an und wirken mit diesen Protagonisten absolut stimmig. Der Autorin ist hier wirklich ein absolutes Schätzchen gelungen.

Was war besonders?
Kylie Scotts Sinn für Humor! An die Brotszene werde ich mich wohl noch mein Leben lang gerne mit einem breiten Schmunzeln erinnern.

Reading Wer will schon einen Rockstar? makes me feel like...
...definitiv das lustigste Buch, das ich bisher gelesen habe. Mal muss man einfach kennenlernen!

Montag, 13. November 2017

Rezension: Echo einer Winternacht

Echo einer Winternacht von Val McDermid, erschienen bei Knaur, Taschenbuch, 554 Seiten, 10,99€

Worum geht's?
"Eine eisige Winternacht, 1978. In dem schottischen Universitätsstädtchen St. Andrews machen Alex Gilbey und seine Freunde auf dem alten keltischen Friedhof eine grausige Entdeckung: den blutüberströmten Körper der jungen Rosie Duff. Jede Hilfe kommt zu spät. Auch wenn die Polizei ihnen nichts nachweisen kann, geraten die Studenten unter Verdacht. Fünfundzwanzig Jahre später rollt die Polizei ungelöste Mordfälle wieder auf. Auch den Mord an Rosie. Und es scheint jemanden zu geben, der seine eigene Vorstellung von Gerechtigkeit hat: Einer der vier Freunde von damals kommt auf mysteriöse Weise ums Leben, kurz darauf ein zweiter. Alex Gilbey muss herausfinden, wer es auf das Quartett abgesehen hat, bevor er selbst das nächste Opfer wird. Ein Alptraum nimmt seinen Lauf …"

Warum hab ich es gelesen?
Im Herbst erwacht immer meine Krimilaune. Als ich über den Klappentext von Echo einer Winternacht stolperte war mein Interesse sofort geweckt. Ich liebe Kriminalfälle, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben oder sich mit einem Cold Case befassen. Also nichts wie los nach Schottland!

Wie war's?
Zuallererst ist zu erklären, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt (der Krimi ist aber in sich abgeschlossen). Wir starten in Schottland, 1978, und lernen Alex und seine Freunde kennen, die in dem etwas verschlafenen St.Andrews studieren. Am Anfang geht alles sehr schnell und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hinein zu finden. Schon nach dem ersten Kapitel war der Leichenfund abgehandelt und ich bereits in der atmosphärischen Spannung gefangen.
Natürlich werden auch die vier Jungs verdächtigt, was ihr Leben weiterhin verfolgt und nachhaltig beeinflusst. Die Ermittlungen kommen nicht wirklich voran und doch bekommt man als Leser immer wieder Informationshäppchen, welche die Spannung erhalten. So wurde ich am Ende des ersten Teils mit ganz vielen Fragen und einem unglaublichen Bedürfnis, ganz schnell weiterzulesen, zurückgelassen.
Im zweiten Teil,, 25 Jahre später, ist der Mord an Rosie immer noch ungeklärt, woraufhin der Fall nochmal mithilfe der mittlerweile neuen Technologien durchleuchtet werden soll. Natürlich war ich ganz gespannt, was die Ermittlungen nun ans Licht bringen und natürlich wie sich unsere vier Freunde entwickelt haben. Dann geschehen plötzlich neue Morde und hach, ich möchte ja nicht zu viel verraten. Gegenüber dem ersten Teil des Buches hat der zweite einige erzählerische Längen, wo man irgendwie nicht wirklich vorwärts kommt. Da hätten es 100 Seiten weniger vielleicht auch getan. Am Ende werden dann aber schließlich alle Fragen beantwortet und man bekommt doch noch so einige spannende Enthüllungen präsentiert.
Val McDermid schreibt sehr flüssig und atmosphärisch, verliert sich aber auch gerne mal zu sehr in den Details. Nichtsdestotrotz ist ihr Schreibstil sehr angenehm und der Lesefluss hatte sich bei mir ganz schnell eingestellt.

Was war besonders?
Dass sich dieser Kriminalfall über zwei Zeitebenen erstreckt und man die Entwicklung der Charaktere sowie der Ermittlungen quasi hautnah mitverfolgen kann hat mir besonders gut gefallen.

Reading Echo einer Winternacht makes me feel like...
...ein solider, atmosphärischer Krimi, dem man seine Längen verzeiht - perfekt für die dunkle Jahreszeit! 

Mit herzlichem Dank den Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 5. November 2017

Rezension: Jamaica Lane - Heimliche Liebe (Edinburgh Love Stories 3)

Jamaica Lane - Heimliche Liebe von Samantha Young, erschienen beim Ullstein Taschenbuch Verlag, Taschenbuch, 
400 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Er ist ein notorischer Bad Boy. Bis er mit ihr die Liebe entdeckt. Olivia Holloway hat es satt, Single zu sein. Warum muss sie auch immer gleich Reißaus nehmen, wenn ein attraktiver Mann nur in ihre Nähe kommt? Die hübsche Amerikanerin ist notorisch schüchtern. Ihr bester Freund Nate Sawyer flirtet dagegen für sein Leben gern. Deshalb sagt er auch sofort zu, als Olivia ihn bittet, ihr Nachhilfe im Flirten zu geben. Zuerst ist es nur ein Spiel, leidenschaftlich und sexy. Dann merkt Olivia, dass da mehr ist. Viel mehr. Doch Nate ist kein Mann für feste Beziehungen. Und plötzlich steht alles in Frage: ihre Freundschaft, ihr Vertrauen, ihre Liebe."

Warum hab ich es gelesen?
Daran sind die Mädels meiner Bookboyfriendcrew Schuld - ewig haben sie mir von Nate vorgeschwärmt und mich schließlich (trotz des doch recht platten Untertitels) überzeugt, ihn mir mal genauer anzusehen. Noch dazu ist Samantha Young eine derart bekannte Autorin, dass ich mich wirklich geschämt habe, noch keines ihrer Bücher gelesen zu haben. Es wurde also Zeit.

Wie war's?
Bei den Edinburgh Love Stories handelt es sich zwar um eine Reihe, jedoch behandelt jeder einzelne Teil eine eigene Pärchenkonstellation. Von daher sollte es eigentlich kein Problem sein, mit Teil drei einzusteigen. Schwer ist es mir von der Story her tatsächlich nicht gefallen, allerdings gibt es doch einige, z.T. auch sehr ausschweifende Verweise auf die anderen Figuren, die ich sicher mehr genossen hätte, wenn sie mir schon vorher bekannt gewesen wären. Auch die Rückblicke empfand ich z.T. als etwas zäh. Nichtsdestotrotz hat mir der eigentliche Schreibstil der Autorin recht gut gefallen und ich konnte den Großteil der Geschichte recht flott lesen.
Liv ist eine recht unsichere und schüchterne Protagonistin, die jedoch das Herz am rechten Fleck hat und mich schnell für sich begeistert hat. Ihr bester Freund Nate ist im Prinzip das genaue Gegenteil: Extrovertiert, impulsiv - und natürlich übt er eine geradezu magische Anziehung auf das andere Geschlecht aus. Für einen 'Bad Boy' wie im Klappentext angekündigt war er mir definitiv von vornherein zu nett, aber seine Wirkung auf Frauen und sein selbstbewusstes Wesen wurden von der Autorin sehr schön eingefangen.
Durch gewisse Umstände kommt es nun dazu, dass Nate Liv Nachhilfe der besonderen Art gibt. Die erotischen Szenen fügen sich hierbei angenehm in die Geschichte ein und sind keinesfalls erdrückend oder zu zahlreich. Man konnte sehr schön beobachten, wie sich Liv nach und nach ihrer Gefühle für Nate bewusst wird und...hach. Natürlich ist die Geschichte vorhersehbar und das Rad wurde von Samantha Young nicht neu erfunden, aber das Lesen hat mir trotzdem viel Freude bereitet.

Was war besonders?
Livs Entwicklung empfand ich als besonders angenehm und nachvollziehbar. Sie wird nicht über Nacht vom schüchternen Mädchen von Nebenan zum absoluten sexy Vamp, sondern sie findet ihre eigene Stärke und kann diese nun auch nach außen zeigen.

Reading Jamaica Lane - Heimliche Liebe makes me feel like...
Eine amüsante Beste-Freunde-Geschichte mit einer realistischen Protagonistin - Danke für die Leseempfehlung Mädels!

Sonntag, 29. Oktober 2017

Inside: Gebrauchte Bücher kaufen - aber wo?

Das Leben eines Bücherwurms ist teuer - denn unsere Wunschliste ist eigentlich immer ziemlich lang. Wenn du also nichts dagegen hast, ein gebrauchtes Buch zu lesen, kann das deinen Geldbeutel ziemlich entlasten.
Neben dem guten alten Flohmarkt gibt es im Netz mittlerweile einige Anlaufstellen, bei denen du Bücher gebraucht kaufen kannst. Dabei kannst du, je nach Verfügbarkeit, den Zustand selbst auswählen. Je besser der Zustand, desto teurer das Buch. Meist lohnt es sich, eine größere Bestellung aufzugeben, damit du die Versandkosten nur einmal bezahlen musst. Außerdem solltest du immer mal nach besonderen Aktionen wie kostenlosem Versand oder Rabatten Ausschau halten.
Es ist natürlich ratsam, vor dem Kauf bei verschiedenen Portalen einen Warenkorb mit deinen Wunschbüchern zu erstellen, um die günstigste Variante herauszufinden.

Hier habe ich für dich mal ein paar bekanntere Portale mit meinen persönlichen Vor- und Nachteilen aufgelistet:

+ große Auswahl
+ hohe Schnäppchenrate
+ gut für Einzelbestellungen
- bei der Aktion 'bieten' sind längere Wartezeiten möglich
- unübersichtliche Anzahl an Verkäufern
- je nach Bezahlvariante (Überweisung) und Versandauswahl (unversicherter Versand) gibt es keine Garantie, sprich geht das Buch auf dem Weg verloren, bleibst du auf den Kosten sitzen

+ große Auswahl
+ ältere Bücher meist sehr günstig
- automatisch Versandkosten von 3€ für ein Buch - das lohnt sich in den seltensten Fällen
- Sammelbestellungen ändern nichts an den Versandkosten
- unübersichtliche Anzahl an Verkäufern


+ neben Büchern zusätzlich Spiele, Musik und DVDs etc. im Angebot
+ Versandkostenfrei ab 10€ Einkaufswert
+ ab und an Rabattaktionen (z.B. 10% auf den gesamten Einkauf), vor allem rund um Feiertage
+ recht hohe Auswahl gebrauchter Bücher
+ Kundenservice recht unkompliziert (ein beanstandetes Buch konnte ich ohne Probleme zurück senden oder mir eine Gutschrift geben lassen)
- im Vergleich fallen die Einzelpreise z.T. teurer aus
- die Aufkleber auf den Büchern lassen sich z.T. schwer bis gar nicht entfernen (Tipp: anföhnen kann helfen!)

+ große Auswahl
+ neben Büchern zusätzlich Spiele, Musik und DVDs etc. im Angebot
+ 21 Tage Widerrufsrecht
+ ab und an Rabattaktionen (z.B. 1kostenloser Versand)
+ recht hohe Auswahl gebrauchter Bücher
- bei hoher Nachfrage ist der Titel manchmal schon während dem Bestellvorgang nicht mehr verfügbar
- Versand 3,99, egal wie viel ihr bestellt
- App Katastrophe

+ versandkostenfrei ab 19
- geringe Verfügbarkeit/Auswahl

Viel Spaß beim Geld ausgeben!

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Rezension: Der letzte erste Kuss (Firsts-Reihe 2)

Der letzte erste Kuss von Bianca Iosivoni, erschienen beim Lyx Verlag, broschiert, 525 Seiten, 10

Worum geht's?
"Wenn ein einziger Kuss alles verändert ... Elle und Luke sind beste Freunde - und das ist auch gut so. Zu oft sind sie in der Vergangenheit verletzt worden, als dass sie noch an die große Liebe glauben würden. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss alles. Und auf einmal ist es unmöglich, das heftige Prickeln zwischen ihnen noch länger zu ignorieren. Dabei wissen Elle und Luke, wieviel für sie auf dem Spiel steht. Und sie wissen auch, dass sie ihre Freundschaft mehr denn je brauchen ..."

Warum hab ich es gelesen?
Schon im ersten Band Der letzte erste Blick waren Elle und Luke meine absoluten Lieblingscharaktere und ich habe so sehr gehofft, dass diese beiden zueinander finden werden. Daher konnte ich es natürlich kaum erwarten, ihre Geschichte zu lesen.

Wie war's?
In einem Wort: Großartig! Ich muss wirklich aufpassen, dass ich hier nicht allzu sehr ins Schwärmen gerate, aber was soll ich sagen? Diese Geschichte und ihre Figuren haben mir einfach so viel Freude bereitet, dass ich es am liebsten gleich noch einmal von vorne beginnen würde. Aber langsam.
Elle ist eine unfassbar coole, sympathische Protagonistin, über deren Herkunft man in diesem Band so einiges erfährt. Seit zwei Jahren ist sie mit dem unglaublich gutaussehenden (heißen!) Sunnyboy Luke befreundet, für den Frauen eigentlich nicht mehr sind als ein wechselnder One-Night-Stand. Beide sind sich einig, dass sie ihre Freundschaft niemals durch ein Techtelmechtel gefährden wollen. Soweit, so gut.
Natürlich können die beiden aber nicht ewig der Anziehungskraft zwischen ihnen wiederstehen und so kommt es zu einem Kuss, der weder Elle noch Luke aus dem Kopf gehen will. Freilich konnte man als Leser die Funken schon vorher spüren, aber danach war quasi jedes Aufeinandertreffen der beiden ein herrliches Feuerwerk.
Dabei gab es zwischen den beiden so viele intensive Szenen, die sich nicht nur auf das körperliche beschränkten. Die Autorin hat sich auf den knapp 500 Seiten sehr schön Zeit damit gelassen, um ihre Beziehung zu verdeutlichen und weiter zu entwickeln. Darüber hinaus hatte man so die Möglichkeit, sowohl Elle als auch Luke besser kennenzulernen. Dies wurde durch die abwechselnde Erzählperspektive natürlich noch verstärkt. Dabei legt Bianca Iosivoni wie gewohnt einen äußerst angenehmen, lockeren Schreibstil an den Tag, der auch in den etwas heißeren Szenen ohne vulgäre Sprache auskommt.

Was war besonders?
Neben den sprühenden Funken mochte ich die Vertrautheit der beiden unglaublich gerne. Ein gemeinsamer Filmeabend mit den kleinen Ritualen und Vertrautheiten, die eben nur so vorkommen, wenn man eine Person schon lange kennt - durch solche Szenen wirkten die Beziehung und natürlich auch die Ängste der beiden, ihre Freundschaft zu gefährden, wesentlich echter.

Reading Der letzte erste Kuss makes me feel like...
...bitte gleich noch mal! Der letzte erste Kuss zählt definitiv zu meinen New Adult Highlights dieses Jahres.
Nun muss ich mich nur noch bis Juni 2018 gedulden, denn dann erscheint der letzte Teil der Reihe.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Rezension: Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel (Commissaire Le Floch-Serie, Band 1)

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel von Jean-François Parot, erschienen bei Blessing, broschiert, 480 Seiten, 17€

Worum geht's?
"Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?"

Warum hab ich es gelesen?
Ich bin ja bekanntlich ein Fan historischer Krimis - am liebsten viktorianisch, aber Paris am Vorabend der französischen Revolution nehme ich auch gerne. Noch dazu handelt es sich hierbei um den Beginn einer Reihe, was für mich definitiv immer ein Grund ist, dem Buch mal eine Chance zu geben.

Wie war's?
Ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn des Buches ein bisschen zu kämpfen. Es passiert quasi nichts, außer dass ganz kleinschrittig Nicholas le Flochs Weg zur Polizei beschrieben wird. Dabei driften so einige Erzählpassagen sehr detailliert ab (was gab es zu essen, welcher Wein wurde dazu getrunken), was zwar den Spannungsbogen und die Geschichte nicht wirklich vorwärts bringt, allerdings eine ungemein dichte Atmosphäre schafft.
Diese ist auch fraglos die große Stärke des Buches. Man fühlt sich ganz schnell in die damalige Zeit versetzt, während man Le Floch durch die dunklen Gassen von Paris folgt. Heraufbeschworen wird dieses Gefühl nicht nur durch eine sehr bildhafte Sprache, sondern eben auch eine recht zeitgemäße Erzählweise.
Irgendwann nimmt die Geschichte dann auch endlich ein wenig mehr Fahrt auf und man darf sich an einem äußerst geschickt konstruierten Kriminalfall erfreuen, bei dem nicht unbedingt alles so ist, wie es zu Beginn den Anschein hat. Zum Fall an sich möchte ich gar nicht so viel erzählen, außer dass er uns ermöglicht, ein durchaus breites Bild der damaligen Zeit und der Pariser Gesellschaft zu gewinnen.
Ein weiterer großer Pluspunkt waren für mich sowohl die Karte von Paris, welche zu Beginn des Buches abgedruckt wurde, sowie das Personenverzeichnis. Bei den vielen, zum Teil ähnlichen französischen Namen und Begriffen war dies eine echte Hilfe.

Was war besonders?
Ganz klar: Die überaus gut recherchierte und detaillierte historische Einbindung. Um noch mehr in dieses Feeling eintauchen zu können, erschien beim Verlag zusätzlich das kostenlose Ebook Die Welt des Commissaire Le Floch - Leben und Sterben im Paris des 18. Jahrhunderts. Neben Hintergrundinformationen zur Romanreihe gibt es auch Interviews mit dem Autor.

Reading Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel makes me feel like...
Ein besonderer Krimi mit geballter, historischer Atmosphäre, aber eben auch einem etwas gehemmten Erzähltempo. Wer die dunklen Ecken von Paris kennenlernen will, ist hier aber definitiv sehr gut aufgehoben! 
Band 2 der Reihe, Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten, wird voraussichtlich im März 2018 erscheinen. 

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Blessing Verlag für das Rezensionsexemplar

Samstag, 21. Oktober 2017

Inside: Frankfurter Buchmesse 2017 - Ein Erfahrungsbericht

Meine erste Frankfurter Buchmesse - ich war so aufgeregt! Als ich am Samstagmorgen aus der S-Bahn stieg konnte ich noch gar nicht ahnen, wie viele persönliche Highlights an diesem Wochenende auf mich warten würden. Natürlich möchte ich ein paar davon mit euch teilen und am Ende noch einige Tipps für einen Besuch der größten Buchmesse der Welt da lassen.

Der Samstag begann quasi mit der Erkenntnis: Der Plan, den ich mir so sorgfältig vorbereitet hatte, taugt nichts. Denn: Überall war so viel los, dass ich so gar keine Lust hatte, ewig für alles anzustehen. Ja, eine Unterschrift von Cassandra Clare zu haben wäre klasse, aber dafür 3 1/2 Stunden anstehen und den Rest der Messe verpassen? Nö.

Den Plan erstmal verworfen, wurden wir (=Alex und ich) ganz flott belohnt. Zufällig stolperten wir in so einige Signierstunden (u.a. des Drachenmond Verlages), durften beim Dryas Verlag ein sehr nettes Gespräch mit der Autorin Gitta Edelmann führen und drehten auf dem Autorensofa das wohl großartigste Snapchat Video ever mit der Autorin Rose Snow.

Endlich durfte ich auch die liebe Anna-Sophie Caspar persönlich kennenlernen. Über ihre Romantasyreihe "Verzaubert" sind wir in Kontakt gekommen und nun ergab sich endlich einmal die Möglichkeit, bei einem leckeren Eistee hoch oben im Skyline Plaza über ihre Bücher und alles andere zu quatschen.
Abends stand dann ein ganz besonderes Highlight auf dem Plan: Das Romance & Dinner "A lovely Mess(e), ein Abend mit Lesungen zahlreicher deutscher Liebesromanautorinnen, u. a. Sarah Saxx, Rose Snow, Bianca Iosivoni und vielen anderen. Das Essen war lecker, die Lesungen (soweit verständlich) interessant und die Goodiebag samt Überaschungsbuch prall gefühlt. Als Blogger konnte man sogar Interviews mit einigen Autorinnen führen. Was die lieben Sarah Saxx, J.M. Cornerman und Jane S. Wonda so zu sagen hatten, werdet ihr natürlich noch erfahren 🙂

Eine besondere Freude war, dass es den zweiten Teil der Firsts-Reihe "Der letzte erste Kuss" bereits zwei Wochen vor der offiziellen Veröffentlichung zu kaufen gab. Eine noch größere Freude war, dass ich ihn mir gleich an diesem Abend von der Autorin signieren lassen konnte.

Der Sonntag startete etwas entspannter. Der Plan war jetzt eh über den Haufen geworfen, ein Autogramm von Jennifer L. Armentrout bereits abgeschrieben und in meinem Rucksack befanden sich heute nur noch eine Flasche Wasser und ein einziges Buch zum Signieren lassen - Silber von Kerstin Gier. Da die Autogrammstunde pünktlich zur Messeöffnung morgens um 9 begann, konnte die Schlange ja nicht so lang sein. Pustekuchen! Aber ok, einmal Schlange stehen schaffe ich. Und siehe da, nach einer guten halben Stunde hatte die unglaublich sympathische Autorin mein Buch verschönert.

Um 11 Uhr war ich auf eine ganz besondere Geburtstagsparty eingeladen. "Be", das E-Book-Label des Bastei Lübbe Verlages, feierte sein einjähriges Bestehen und lud zu Kuchen, Sekt und einem Autorentreff ein. Im gemütlichen Rahmen konnten sich Blogger und Autoren kennenlernen und einfach mal quatschen. Als kleines Geschenk gab es einen süßen Beutel, prall gefüllt mit Büchern, die man sich gleich signieren lassen konnte. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die schöne Veranstaltung!

Beim Stöbern am Carlsen Stand passierte es plötzlich: Da stand sie! Eine meiner allerliebsten Autorinnen, Jennifer L. Armentrout, drei Meter entfernt und fröhlich am signieren. Und die große Schlange? Weg! Also flott hingerannt, völlig überfordert ob dieses Geschehens, und nach sage und schreibe 2 Minuten hatte ich ein signiertes Exemplar von Obsidian (welches ich mir hierfür extra noch einmal schnell gekauft habe) und Jennifers Bestätigung, dass Daemon Black als bookish Boyfriend eine sehr gute Wahl sei. Wow!

Irgendwann haben alle schönen Dinge mal ein Ende - bzw. mein Rücken und meine Füße schrien lauthals: "Es reicht jetzt!" Hier seht ihr meine bereits einigermaßen sortierte Messeausbeute. Am liebsten würde ich mir bis zur nächsten Messe Urlaub nehmen, um all die neuen Bücher gleich lesen zu können. Das wäre dann wohl ein nicht zu durchbrechender Kreislauf. Aber, die nächste Messe kommt bestimmt, deshalb hier noch einmal meine Tipps für euch zusammengefasst:

Meine Tipps:
  • Nehmt euch genug zu trinken mit und verwendet es auch! Die Luft war dermaßen stickig und die Eindrücke so vielfältig, dass ich zwischendurch wirklich Sternchen gesehen habe.
  • Nehmt euch jemanden mit, der euch ans Trinken erinnert 😏
  • Falls ihr das teure Messeessen umgehen wollt, packt euch ein paar Snacks ein.
  • Wenn möglich, tut euch den Gefallen und reist mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Parkplätze sind rar und teuer, noch dazu gab es ganz schön Stau am Ende des Tages.
  • Fahrt nicht zum Bücher kaufen dorthin. Ernsthaft, ihr könnt quasi alle Bücher einen Tag später in eurer Buchhandlung des Vertrauens kaufen. Da habt ihr mehr Ruhe, werdet nicht ständig angerempelt und euer Rücken wird es euch auch danken.
  • Falls ihr doch etwas kaufen wollt, packt genügend Bargeld ein - Kartenzahlung ist nur in den seltensten Fällen möglich.
  • Besucht die Messe in einer übersichtlichen Gruppe. Wir hatten es zu zweit teilweise schon schwer zusammen zu bleiben.
  • Tragt eure bequemsten Schuhe und einen möglichst leeren Rucksack (man bekommt überall Taschen geschenkt, ihr müsst also keine mitbringen).
  • Ein grober Plan genügt - lasst euch auch mal ein wenig treiben 😊